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Windkonzentrationszonen

Alter Plan wird neu veröffentlicht

Ascheberg

Im Klimaschutzkonzept ist der Bau von Windkraftanlagen ein zentraler Baustein für das Erreichen der gemeindlichen Klimaziele. Die 74. Änderung des Flächennutzungsplanes gibt diesbezüglich möglicher Standorte Rechtssicherheit

Die vier Zonen liegen im Osten der Gemeinde. Foto: Gemeinde

Der Windkraft ist in der Gemeinde Ascheberg die Luft ausgegangen. Das Drehfunkfeuer bei Albersloh hat mit dem Tabu gegen Anlagen in Forsthövel für Flaute gesorgt. Bis vor etwa einem Jahr. Da vermeldeten die Behörden nach einem Vorstoß des damaligen Bürgermeisters Dr. Bert Risthaus neue Regeln für das Umfeld solcher Anlagen. Aufgefrischt ist es im Umfeld möglicher Anlagenstandorte aber nicht. Deswegen überrascht das aktuelle Amtsblatt der Gemeinde Ascheberg, das die 74. Änderung des Flächennutzungsplans entstaubt. Er macht mit der Veröffentlichung die fünf Jahre alte Beschlusslage rechtssicher.

„Wir haben das noch einmal veröffentlicht, weil wir auf zwei Punkte formell reagiert haben“, erklärt Bürgermeister Thomas Stohldreier auf WN-Anfrage. In einer ersten Veröffentlichung des Gesamtplans hätten oben und unten Bereiche gefehlt. Beides Bereiche, in denen nicht geplant sei. Aber auch das müsse deutlich werden. Zudem müsse die Veröffentlichung klarstellen, dass nur in den vier Konzentrationszonen gebaut werden dürfe. Auch das sei mit der aktuellen Veröffentlichung nun klar mitgeteilt.

Insgesamt ist Stohldreier froh, dass der Flächennutzungsplan vor fünf Jahren geändert worden ist und damit der Windkraft substanziell Raum gegeben werde. Daran könne man mit weiteren Planungen anknüpfen. Der Verwaltungschef geht davon aus, dass bei den Ausschusssitzungen im Herbst Konkreteres zum Bau von Windrädern in der Gemeinde Ascheberg zu erfahren sein wird.

Die vier Zonen, in denen in der Gemeinde Windräder gebaut werden dürfen, liegen im östlichen Bereich. Nordick und Forsthövel waren früher schon als mögliche Gebiete benannt worden. Vor fünf Jahren kam dann ein Bereich in der Osterbauer/Forsthövel hinzu. Zudem wurde ein Areal ander Grenze zu Rinkerode als geeignet eingestuft. Dagegen hatten die Kommunalpolitiker mehrheitlich eine Fläche an der Grenze zu Ottmarsbocholt gestrichen, weil ihnen an der Stelle der Davert-Tourismus wichtiger erschienen war.

Im Klimaschutzkonzept ist der Bau von Windkraftanlagen ein zentraler Baustein für das Erreichen der gemeindlichen Klimaziele. Ohne Windräder verpasst Ascheberg sie deutlich.

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