1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ascheberg
  6. >
  7. Anrufe aus Ascheberg haben bei Corona zugenommen

  8. >

Frühere Pastoralreferentin Maria Kremer lebt seit 2013 in Wüllen

Anrufe aus Ascheberg haben bei Corona zugenommen

Ascheberg

Maria Kremer wundert sich nicht. Anrufe aus Ascheberg hat sie zuletzt einige bekommen. Die frühere Ascheberger Pastoralreferentin nimmt sie in Wüllen entgegen.

Theo Heitbaum

2013 verabschiedete sich Pastoralreferentin Maria Kremer aus Ascheberg. Die 72-Jährige lebt seither in Wüllen. Foto: di

Maria Kremer wundert sich nicht. Anrufe aus Ascheberg hat sie zuletzt einige bekommen. „Ich vermute, es hängt mit Corona zusammen, dass die Menschen mehr Zeit zum Telefonieren haben und es ihnen ein bisschen langweilig wird“, erklärt die 72-Jährige, die bis 2013 als Pastoralreferentin in St. Lambertus Ascheberg gearbeitet hat. 21 Jahre haben hier Spuren hinterlassen, so dass auch von gleich drei WN-Lesern in der Redaktion die Frage gestellt wurde, wie es Maria Kremer geht.

„Gut, soweit es Corona zulässt“, erklärt sie. Das Virus sorgt dafür, dass Veranstaltungen ausfallen, aber auch Besuche stark eingeschränkt sind: „Ich bin froh, dass wir nach draußen dürfen. Ich habe es hier in Wüllen nicht weit bis zu einem Wald, den man zu Fuß in einer Stunde umrunden kann. Da bin ich jeden Tag unterwegs.“

Nach ihrem Abschied aus Ascheberg ist Kremer in Wüllen ehrenamtlich aktiv geworden, zuerst in der KFD auf Bezirksebene: „Vier Jahre habe ich das gemacht“, blickt sie auf den Start in Ahaus-Wüllen zurück. Dazu gehört sie dem Liturgiekreis der örtlichen Frauengemeinschaft an, der die monatlichen Gottesdienste vorbereitet. Für die Caritas hat sich die frühere Pastoralreferentin bei den Haussammlungen engagiert. Dieser Einsatz entfällt gerade: „Ich muss nur ein paar Zettel verteilen.“

Die Kontakte nach Ascheberg sind, wie die Telefonate jetzt zeigen, nicht abgerissen, aber weniger geworden: „Besonders intensiv ist er zu meiner alten Nachbarin Frau Gravermann, die jetzt ins Altenheim nach Herbern gezogen ist.“ Mit Pfarrer Alfons Homölle, der seit seinem Abschied aus Ascheberg ebenfalls in Ahaus lebt, ist Kremer oft gemeinsam nach Ascheberg gefahren, wenn sie gemeinsam eingeladen waren. Dazu sieht sie den Geistlichen bei Gottesdiensten in Wüllen: „Allerdings ist er da nur selten.“

„Es war ein Traumberuf, der mich komplett ausgefüllt hat“, lautet ihr Fazit. Dass eine hauptamtliche Tätigkeit in der Kirche überhaupt möglich würde, hatte Maria Kremer zunächst nicht mehr zu hoffen gewagt. Denn erst mit 27 Jahren ließ sie sich beim Institut für Diakonat und pastorale Dienste ausbilden – zuvor war sie ehrenamtlich in der Kirche aktiv und hatte nach dem Tod der Mutter auf dem elterlichen Hof in Wüllen mitgearbeitet.

Startseite
ANZEIGE