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Drei Anlagen in Forsthövel in Vorbereitung

Anschub für die Windkraft

Ascheberg

Gemeinsam mit der Windpark Ascheberg möchte die Gemeinde Ascheberg über eine noch zu gründende Tochtergesellschaft in Forsthövel einen Windpark mit drei jeweils 244,5 Meter hohen Anlagen errichten. Auch eine Bürgerbeteiligung ist vorgesehen.

Sie wollen den ersten Windpark in der Gemeinde Ascheberg gemeinsam auf den Weg bringen (v.): Klaus van Roje (Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen), Volker Müller-Middendorf (UWG), Karsten Senne (Grüne), Maximilian Sandhowe (CDU), Frank Holtrup (Freie Wähler), Christian Ley (SPD) und Bürgermeister Thomas Stohldreier. Foto: Gemeinde Ascheberg

Die Nutzung der Windenergie soll in der Gemeinde Ascheberg in Schwung kommen: Dazu sind drei Anlagen in Forsthövel geplant. Der Genehmigungsantrag dazu liegt ab Dienstag (24. Januar) bis zum 23. Februar zur öffentlichen Einsicht aus. Die dazugehörigen Unterlagen und Gutachten wie Schall- und Schattenwurfprognose sowie Artenschutz einschließlich der Umweltverträglichkeitsuntersuchung werden ebenfalls mit ausgelegt, kündigt die Gemeindeverwaltung an. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können diese Unterlagen beim Kreis Coesfeld, im Ascheberger Rathaus sowie bei der Stadtverwaltung Drensteinfurt einsehen. Zudem sind alle Unterlagen online unter www.kreis-coesfeld.de („Aktuelles“, „Bekanntmachungen Umwelt“) zugänglich.

Anlagen mit 163 Metern Rotordurchmesser

In Forsthövel sollen drei Windenergieanlagen der Firma Nordex mit einer Gesamthöhe von jeweils 244,5 Metern und einer Nennleistung von 6,8 Megawatt (MW) errichtet werden. Die Nabenhöhe beträgt 164 Meter mit einem Rotordurchmesser von 163 Metern.

Betrieben werden soll der Windpark je zur Hälfte durch die Windpark Ascheberg, vertreten durch deren Geschäftsführer Oliver Keßler, und eine noch zu gründende Tochtergesellschaft der Gemeinde Ascheberg, heißt es weiter. Dabei soll auch eine Bürgerbeteiligung vorgesehen werden, die zurzeit vorbereitet wird. Über Beteiligungsmöglichkeiten werde rechtzeitig und ausführlich informiert. Die Gemeindeverwaltung bittet darum, zunächst keine weiteren Nachfragen dazu an die Verwaltung zu stellen.

Konkrete Planungen seit 2013

Seit 2013 laufen konkretere Planungen für dieses Vorhaben. Das Bundesamt für Flugsicherung hatte im Jahr 2016 gegenüber dem Kreis Coesfeld als Genehmigungsbehörde mitgeteilt, dass der Windpark aus Gründen der Flugsicherung nicht errichtet werden dürfe. Die entsprechenden DIN- und Rechtsnormen haben sich in der Zwischenzeit geändert, so dass der Windpark – laut Mitteilung der Gemeinde – inzwischen grundsätzlich genehmigungsfähig ist.

Der Ascheberger Rat hat dieses Projekt in Zusammenarbeit mit seinen Fachausschüssen seit Jahren begleitet und die bauplanungsrechtlichen Grundlagen mit den entsprechenden Öffentlichkeitsbeteiligungen geschaffen.

Die Realisierung des Windparks zum jetzigen Zeitpunkt hat den Vorteil, dass inzwischen neuere, leistungsfähigere Anlagen errichtet werden können, heißt es weiter. Die geplanten Windkraftanlagen werden voraussichtlich etwa 50 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren. Laut des aktuellen, integrierten Klimaschutzkonzeptes für Ascheberg entspricht dies dem kompletten Stromverbrauch der Gemeinde.

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