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Halbzeit nach 1880 Kilometern

Christoph Hönig radelt seit drei Wochen durchs Vereinigte Königreich

Ascheberg/Schottland

Mit seinem Tourenrad und 18 Kilo Gepäck ist Christoph Hönig nach rund drei Wochen und 1880 geradelten Kilometern in Schottland angekommen. Bei der Langstreckenfahrt hat der Ascheberger viele schöne Momente, aber auch einigen Ärger erlebt.

Von Ann-Christin Frank

Christoph Hönig ist vor rund drei Wochen nach Schottland losgeradelt. Mittlerweile liegen mehr als 1880 Kilometer hinter ihm, dabei hat er eine sehr vielseitige Landschaft durchquert. Foto:

Vor rund drei Wochen ist der Ascheberger Langstreckenfahrer Christoph Hönig nach Schottland losgeradelt – mit seinem Tourenrad, das insgesamt 14,5 Kilogramm auf die Waage bringt. Hinzu kommt noch das Gewicht seines 18-Kilo-Gepäcks samt Zelt.

Zur Halbzeit, nach rund 1880 mit reiner Muskelkraft geradelten Kilometern, hat Hönig den WN einen Zwischenstand zu den Höhepunkten seiner Reise gegeben.

Helfer am Streckenrand

Mittlerweile im Norden Schottlands in Inverness angekommen, beschreibt Hönig die vergangenen Tage seiner Reise: „Ich genieße es, ohne sportlichen Ehrgeiz, einfach nur die Landschaft zu erleben.“ Denn: Zuvor hat der Ascheberger bei seinen Fahrten durch die schottische und englische Landschaft immer ein noch sportlicheres Tempo an den Tag gelegt. Schließlich hat er bereits zwei Mal am London-Edinburgh-London-Brevet teilgenommen. Bei dieser Langstreckenfahrt zwischen den Metropolen wirkt Hönig diesmal ab dem 8. August für drei Tage nur als Helfer am Streckenrand mit.

Besondere Highlights seiner Reise kann der Ascheberger gar nicht wirklich in Worte fassen, denn die vielseitige Landschaft begeistert ihn insgesamt. „Es ist im Grunde alles schön, von der Londoner Parklandschaft über die beeindruckenden Brücken bis hin in die grüne Hügellandschaft lässt sich nichts besonders herausstellen“, resümiert er.

Ärgerlicher Zwischenfall

Zu einer leichten Änderung seines Plans hat Hönig die Schönheit der Landschaft allerdings doch bewogen, denn bis ganz in den hohen Norden Schottlands will er nun nicht mehr fahren. „Bei Inverness, Fort Augustus und Loch Ness wollte ich dann doch ein bisschen länger verweilen und auch mal einen Tag pausieren, um zu wandern und zu genießen“, so seine Entscheidung.

Pannen gab es bisher auf seiner Fahrt keine, schildert er – allerdings verbuchte er einen sehr ärgerlichen Zwischenfall. Auf einem Campingplatz wurde ihm sein Ladegerät und die Powerbank für das Handy geklaut. „Glücklicherweise konnte ich es bei benachbarten Campern aufladen und bekam sogar noch ein Tasse Tee dazu“, schildert er und ergänzt: „Glücklicherweise befand ich mich in der Nähe von Perth und hatte in der Stadt ohnehin einen Aufenthalt geplant, sodass ich dort alles neu besorgen konnte.“

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Aufgrund der Hitze nachts geradelt

Das Wetter sei bisher relativ trocken gewesen, so das Zwischenfazit. Dennoch zeichnet sich jetzt in Hönigs Wetterapp eine verregnete Prognose ab. Trotzdem sei kühles Wetter besser zum Radfahren als hohe Temperaturen, denn bei der kürzlichen Hitzewelle reichte die schwüle Luft auch bis ins Vereinte Königreich. „Da bin ich einmal nachts durchgefahren und habe nur zwei Stunden geschlafen, weil es tagsüber viel zu heiß war“, sagt er. „Witzigerweise ist mir bei der Nachtfahrt ein Mountainbiker aus England begegnet, der aufgrund der Hitze ebenfalls nachts gefahren ist und mich erst einmal über meine Route und dem Ziel ausgefragt hat.“ Jenseits der vielen schönen Momente gibt es auch eine Strecke, die Hönig nicht so gerne gefahren ist. „Durch London durchzukommen war nervig“, sagt er und zielt dabei nicht mal auf den Linksverkehr ab. „An das Umdenken habe ich mich gewöhnt, aber der Verkehr generell ist heftig“, so sein Urteil.

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