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Waldjugendspiele werden als coronagerechte Light-Version durchgeführt

Auf Abstand durch Mutter Natur

Davensberg

Die AHA-Waldjugendspiele des Hegerings Ascheberg haben gestern die Viertklässler aus Ascheberg, Davensberg und Rinkerode in Davensberg mit Mutter Natur in Kontakt gebracht.

Theo Heitbaum

Waldjugendspiele: Eichelhäher Foto: Theo Heitbaum

Die AHA-Waldjugendspiele des Hegerings Ascheberg haben gestern die Viertklässler aus Ascheberg, Davensberg und Rinkerode in Davensberg mit Mutter Natur in Kontakt gebracht. Wo die Mädchen und Jungen auf einer Runde von Burgturm zu Burgturm normalerweise einige Aha-Erlebnisse haben, standen die drei Buchstaben bei der gestrigen Ausgabe coronagerecht für Abstand, Hygiene und Atemschutzmaske. Carmen Irmen und das Team des Hegerings empfingen die Klassen zu einer abgespeckten Version der beliebten Aktion. „Immerhin können wir sie durchführen, weil wir unter freiem Himmel sind“, freute Irmen sich, dass eine Absage der zwölften Auflage vermieden werden konnte.

Statt in einer großen Runde startete das Programm klassenweise. Gleich zum Start am Burgturmplatz fehlten Aufgaben zum Tasten und Riechen, etwa das herausfinden, welche Baumarten es gibt. „Da wären wir mit den Corona-Regeln in Konflikt gekommen“, berichtete Irmen. Denn es galt, die Klassen möglichst zusammenzuhalten, so dass die Kinder sich nicht vermischten. Dafür waren ausgestopfte Tiere aus der rollenden Waldschule genommen und auf einen Haufen mit Shreddermaterial verteilt worden. Entzerren, das Einhalten des Abstands ermöglichen.

Ganz natürliche Ursachen hatte der Wegfall einer Schätzfrage. Ein Baum, dessen Alter in den Vorjahren immer geschätzt werden musste, war aus Altersgründen gefällt worden. Dafür war der Wegfall des Holzstapelns den aktuellen Umständen geschuldet.

Trotzdem: Mit offenen Augen durch die Natur zu gehen und in kleinen Gruppen Aufgaben zu lösen und Blatt für Blatt etwas über Mutter Natur zu erfahren, füllte einen Vormittag aus. Erstaunlich, wie wenig Kinder vorher wussten, dass der Fuchs „Reineke“ genannt wird und der Hase auch mal „Meister Lampe“ ist. Oder an einem großen Baum musste herausgefunden werden, um welche Art es sich handelt. Das Aufgabenblatt hielt sechs Möglichkeiten bereit und unterstützte das Herausfinden mit Blättern, die zu jeder Art aufgemalt worden waren.

Carmen Irmen schickte die Mädchen mit Verhaltenstipps auf die Runde. So galt es leise zu sein. Und keinen Müll in der Natur zurückzulassen. Dieser Hinweis wurde aber nicht bei der Ausgabe kleiner Tütchen mit Gummibärchen wiederholt. Erst bei der Rückkehr am Burgturm stellte sich die Frage, wer die zumeist leeren Tüten noch bei sich hatte. Alle anderen haftete der Makel des Umweltsünders an.

Kinder und Betreuer waren mit Atemschutzmaske unterwegs, nur bei der Frühstückspause am Hof Schulze Hobbeling-Terhardt wurde in der Klassenrunde der Schutz abgenommen. Klagen über die Umstände gab es nicht. Die Standardantwort war ein Schulterzucken: „Das ist in diesen Zeiten eben leider so.“

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