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26 Buchen an der Hegemerstraße fallen

Ausschuss will bei größeren Baumfällaktionen mitreden

Ascheberg

28 kranke Buchen an der Hegemerstraße sollen gefällt werden. Fraktionsübergreifend waren sich die Mitglieder des Nachhaltigkeits- und Mobilitätsausschuss einig, dass marode, nicht mehr verkehrssichere Bäume weichen müssen. Gleichwohl forderten die Politiker, vor größeren Aktionen beteiligt zu werden.

Von Theo Heitbaum

Für 26 Buchen an der Hegemerstraße geht die Sonne unter. Sie sollen gefällt werden. Foto: Theo Heitbaum

Wenn die Kettensäge Bäume zu Fall bringt, reagiert die Öffentlichkeit immer sensibler. Dieser Umstand bestimmte jetzt die Diskussion im Nachhaltigkeits- und Mobilitätsausschuss. Aufhänger waren 26 zu fällende Buchen an der Hegemerstraße.

„Dem Klimawandel nicht gewachsen“

 „Das ist ein trauriges Thema. Ich gehe da selbst spazieren. Mir war schon vor einiger Zeit aufgefallen, dass die Bäume krank sind“, leitete Fachbereichsleiter Klaus van Roje in das Thema ein. Er beschrieb, wie unter Beteiligung von Bauhofexperten, der Fachleuten des Grünen Zweigs und der Unteren Naturschutzbehörde das Fällen beschlossen worden sei (WN berichteten). Für Hubertus Beckmann war das vorhersehbar: „Die Buche ist dem Klimawandel nicht gewachsen. Wenn Bäume einmal Luft gezogen haben, werden sie sterben.“

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass es bei maroden Bäumen, die nicht mehr verkehrssicher sind, keine Alternative zum Fällen gibt. Über die Fraktionsgrenzen hinweg wurde aber auch gefordert, dass die Politik bei größeren Aktionen beteiligt werden soll. Gefordert wurde zudem eine erklärende Öffentlichkeitsarbeit. Denn fast alle Kommunalpolitiker haben schon erlebt, dass sie bei Fällaktionen angesprochen wurden. Deswegen forderten sie, dass – wie jetzt bei der Hegermerstraße – ihnen die nötigen Informationen vorgelegt würden.

Ausschuss rechtzeitig informieren

Die Grenze skizzierte Markus Lübbering von den Freien Wählern: Es dürfe nicht soweit kommen, dass marode Bäume nicht gefällt würden und vielleicht umkippten, bevor der Ausschuss darüber sprechen könne. Für Christian Ley (SPD) war zudem klar, dass es bei einzelnen Bäumen keine Diskussion gebe, wenn sie unsicher seien. Keinen Widerhall in der Runde fand der Vorschlag von Werner Sabe (Grüne), dass man stärker Alternativen prüfen müsse, wenn es darum gehe Bäume vor Hitze zu schützen oder Wallhecken auf den Stock zu setzen.

Auf dem Friedhof in Ascheberg sind 2006 vier Sumpfeichen gepflanzt worden. Die Bäume seien mittlerweile so groß gewachsen, dass die Wurzeln die Gräber erreichen. Es sei davon auszugehen, dass die Wurzeln Schäden an den Grabstätten anrichten. Gehwegplatten würden angehoben, Grabplatten könnten brechen. Daher sollen die Bäume gefällt werden, teilte die Verwaltung zudem mit. Ersatzbäume sollen in Absprache mit den Gärtnermeistern des Bauhofes an geeigneter Stelle gepflanzt werden.

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