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Ausbau startet zum Jahreswechsel

Autobahn 1 wächst auf sechs Spuren

Davensberg

Die Pendler nach Münster haben noch einen Schonfrist: Die Brücke Amelsbürener Straße wird nicht im Oktober abgerissen. Der sechsspurige Ausbau der Autobahn startet erst im Winter.

Von Theo Heitbaum

Die Brücke über die Amelsbürener Straße wird zuerst abgerissen Foto: Theo Heitbaum

Der sechsspurige Ausbau der Autobahn 1 zwischen Ascheberg und dem Dortmund-Ems-Kanal wird nicht im Oktober beginnen, sondern erst zur Jahreswende. Das berichtet Christopher Kösters von der Autobahn GmbH in Hamm.

Der Start war auf Nachfragen unserer Zeitung mehrmals für den Oktober angesagt worden. Der erste Schritt ist dabei der Abriss und Neubau von zwei Brücken. Neben dem Bönneweg in Münster ist auch die Gemeinde Ascheberg mit der Brücke über die Amelsbürener Straße in Davensberg betroffen. Sie wird bevorzugt ausgebaut, weil über sie die Veloroute nach Münster läuft. Teil eins von der Davensberger Straße bis zur Brede ist bekanntlich im vergangenen Jahr fertiggestellt worden.

Keine Ersatzbrücke - Verkehr wird umgeleitet

Da während der Bauarbeiten keine Ersatzbrücke geschaffen wird, muss der Verkehr nach Münster sich während dieser Zeit andere Wege suchen. Die Autobahn GmbH rechnet mit einer Bauzeit von einem Jahr. Der Brückenbau soll auch offizieller Startschuss des sechsspurigen Ausbaus werden.

Wer das Geschehen verfolgen will, findet das Projekt auf der Autobahn-Homepage unter „Projekten in Westfalen“. Die Hansalinie wird auf 9,5 Kilometern auf sechs Fahrspuren ausgebaut, weil die Verkehrsprognosen für das Jahr 2030 von fast 73 000 Fahrzeugen pro Tag ausgehen. Kalkuliert wird mit Baukosten in Höhe von rund 73 Millionen Euro. Im Verlauf der 9,5 Kilometer Ausbaustrecke müssen insgesamt acht weitere Brücken neu gebaut und fünf Brücken instandgesetzt oder teilweise neu gebaut werden. Sie alle stammen aus dem Jahr 1965, als die Hansalinie gebaut und für den Verkehr freigegeben wurde.

Flüsterasphalt in Höhe Davensberg

In Höhe von Davensberg baut die Autobahn Westfalen auf einer Länge von 660 Metern eine 3,50 Meter hohe Lärmschutzwand. Zudem wird auf einer Länge von 2,2 Kilometern sogenannter Flüsterasphalt eingebaut, der den Lärm um etwa fünf Dezibel senkt.

Der Ausbau dieses Abschnittes ist ursprünglich später angedacht gewesen. Denn planerisch wurde das Teilstück zwischen Ascheberg und Werne auf einer Länge von etwa 11,4 Kilometern vorher auf die Reise geschickt. Dort haben aber Korrekturen an den ersten Plänen dafür gesorgt, dass sie noch einmal öffentlich ausgelegt werden mussten. Für Ascheberg besonders interessant ist, dass die Rastplätze Erlengrund und „Im Mersch“ deutlich ausgebaut werden.

Ein genaues Datum für den Start in Davensberg gibt es noch nicht. „Es braucht noch einige Abstimmungen beispielsweise mit den Baufirmen“, informiert Kösters. Offen ist auch, wann die weiteren Arbeiten gestartet werden.

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