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Ostereinsätze der Freiwilligen Feuerwehr Ascheberg

Autobahn-Reisende melden Brände

Ascheberg/Davensberg

Von der Autobahn wurden über Ostern zwei Brände gemeldet. Einmal sollte ein Dachstuhl in Herbern in Flammen stehen. Die Freiwillige Feuerwehr rückte über die Feiertage drei Mal aus.

Theo Heitbaum

Drei Mal rückte die Feuerwehr über Ostern aus Foto: Feuerwehr

Keine offiziellen Osterfeuer, aber genügend Nutzfeuer: Am Ostersonntag gingen bei der Leitstelle der Feuerwehr zahlreiche Anrufe ein, die Brände meldeten. Zwei Mal war die Freiwillige Feuerwehr Ascheberg betroffen. Die Anrufe kamen jeweils von der Autobahn.

Um 19.51 Uhr rückte der Löschzug Davensberg zu einem gemeldeten Flächenbrand am Frieport Höhe Autobahnbrücke aus. Das Ereignis stellte sich aber als behördlich angemeldete Verbrennung von Schlagabraum (Äste, Zweige und Gestrüpp) auf einem Feld heraus. „Wir mussten keine Maßnahmen ergreifen, da das Feuer angemeldet war und unter Kontrolle abbrannte“, berichtet Wehrführer Rainer Koch. Durch die Nähe zur Autobahn habe es einen weiteren Anruf zu dem Feuer gegeben, der aber ein Ausrücken nicht mehr nötig machte.

Angemeldete Nutzfeuer

Um 20.53 Uhr hieß es für alle drei Löschzüge „F3 Gebäude vermutlich Dachstuhlbrand“ in der Herberner Bauerschaft Arup. 71 Einsatzkräfte rückten zur vermeintlichen Einsatzstelle aus, die sich jedoch ebenfalls als ein angemeldetes Verbrennen von Schlagabraum herausstellte. „Auch hier konnten wir ohne weitere Maßnahmen zu den Standorten zurückkehren“, informiert Koch. Der Wehrführer hat Verständnis für die Anrufer, die im guten Glauben einen Brand gemeldet hatten. Angesichts der Flammen habe man sicher zu dem Ergebnis kommen können, dass ein Dachstuhl brenne. Es sei durchaus angebracht gewesen, nach dem Rechten zu sehen. Entscheidend für die Wehr war die vorhandene Aufsicht durch die Personen, die das Nutzfeuer angemeldet hatten.

Der Löschzug Herbern war zudem – wie berichtet - am Samstag bei einem Unfall in Forsthövel im Einsatz.

Die Frist für das Abbrennen von Nutzfeuern ist gestern ausgelaufen, wie Rolf Kehrenberg vom gemeindlichen Ordnungsamt auf WN-Anfrage erklärt. In Ascheberg werde das schon seit längerer Zeit durch eine Allgemeinverfügung geregelt. Die Zeitspanne starte Mitte Oktober und ende jeweils am Dienstag nach Ostern, „damit alle die Chance haben, bei denen des Ostern nicht geklappt hat.“ Der Verwaltung sei bewusst, dass in Nachbarkommunen längere Fristen gelten würden, aber aus Vogel- und Tierschutzgründen habe man in Ascheberg den Tag nach dem Fest als Schlusspunkt genommen.

In dem Zeitraum von Oktober bis Ostern würden jährlich 80 bis 100 Nutzfeuer angemeldet, informiert Kehrenberg. Das sei schon länger online möglich. Die Nutzer hätten sich an die Regeln zu halten. Die Feuerwehr sei gehalten, das bei Einsätzen im Blick zu behalten.

Nutzfeuer seien grundsätzlich nur werktags erlaubt, nur Ostern gebe es aus Brauchtumsgründen eine Ausnahme. Die auch nur an den Ostertagen. „Ich hatte gerade eine Anfrage für den 2. April. Dem musste ich absagen, weil es an Karfreitag verboten ist“, erklärt Kehrenberg. Er ist mit der Feuerwehr einig, dass den Alarmierungen, die „nur“ zu einem angemeldeten Nutzfeuer führen, nicht nachgegangen wird. Koch erklärt dazu: „Besser einmal zu viel anrufen als eine Situation nicht melden, bei der es gefährlich werden kann. Im Vorbeifahren ist das nicht zu unterscheiden.“

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