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Private Hilfsaktion für die Ukraine

Babys mit 8000 Windeln versorgt

Ascheberg/Ottmarsbocholt

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Mirjamgemeinde und anderen Privatpersonen hat die Aschebergerin Anja Baron-Brink einen Hilfstransport für die Ukraine organisiert. Allein 8000 Windeln für die Allerkleinsten wurden verschickt. Nun fehlt es an Geld für weitere Hilfstransporte.

Von Tina Nitsche

Anja Baron-Brink (l.) war vor Ort, als David Gosmann (r.) die 8000 Windeln per Gabelstapler auf den ukrainischen Lastwagen lud. Foto: privat

Der Krieg in der Ukraine bewegt die Menschen. Und das nicht nur emotional. Viele werden aktiv, um den Opfern des Krieges konkret zu helfen. Die Spendenbereitschaft ist enorm und obendrein opfern viele Bürger eine Menge Zeit. So auch Anja Baron-Brink. Denn schließlich muss die Hilfe wohlorganisiert und zielgerichtet sein. Hauptberuflich ist Anja Baron-Brink in der Kinder- und Jugendhilfe tätig. „Nebenher bin ich überall dort engagiert, wo es um Hilfe für in Not geratener Menschen geht“, sagt die Aschebergerin.

Sachspenden sinnvoll verteilen

Als der Krieg in der Ukraine ausbrach, ließ sie das natürlich nicht kalt. „Das Leid der Menschen, das ist einfach nur schlimm“. Wie ihr ging es vielen in ihrem Umfeld. Die Hilfsbereitschaft war groß. Zunächst engagierte sich Anja Baron-Brink in Werne. „Da ging es um die Direkthilfe, also auch um die Aufnahme von Flüchtlingen.“ Dann gesellte sich das nächste Projekt hinzu. Denn die engagierte Aschebergerin erhielt zahlreiche Sachspenden, „und die galt es sinnvoll zu verteilen“.

Die Evangelische Mirjam-Kirchengemeinde Ascheberg Drensteinfurt war da die passende Anlaufstelle. „Denn die Mirjam-Kirchengemeinde verfügt nicht nur über Kontakte in die Ukraine, sondern managt die Sammel- und Spendenaktion zielgerichtet. Das bedeutet, es werden Dinge gesammelt, die vor Ort auch wirklich dringend benötigt werden.“

Unterstützung aus Ottmarsbocholt

Auch an der Grundschule ihrer Tochter in Ottmarsbocholt sprechen die Eltern über den Ukrainekrieg und das Leid der Menschen. Als die Ottmarsbocholterin Johanna Kamlage vom Engagement der Aschebergerin hörte, stellte sie den Kontakt zu ihrem Vater Bernd Gosmann her. Der Diplom-Ingenieur und Inhaber der Firma Gosmann Hydraulik-Technik-GmbH verfolgte ebenfalls besorgt die Entwicklungen in der Ukraine. Den fünffachen Großvater und seine Frau Marita beschäftigte vor allem eine Frage: Wie kann man den Allerkleinsten am besten helfen?“

Als er hörte, dass Windeln gebraucht werden, entschied er sich kurzerhand 16000 Windeln in verschiedenen Größen zu spenden. „Die werden gerade wirklich benötigt, denn für junge Eltern in der Ukraine ist es derzeit schwer, an Versorgungsmaterial für ihre Kinder zu kommen“, erklärt Anja Baron-Brink. Am Donnerstag war sie bei dem Ottmarsbocholter Unternehmen, wo die ersten 8000 Windeln auf einen ukrainischen Lkw geladen und auf den Weg gebracht wurden. Neben den Windeln landeten weitere benötigte Spenden auf dem Laster, der direkt das Krisengebiet ansteuerte.

Hohe Transportkosten

Wann die zweite Ladung mit den weiteren 8000 Windeln auf den Weg gebracht werden kann, ist derzeit offen: „Wir haben da aktuell noch ein weiteres Problem. Jeder Transport in die Ukraine kostet 2000 Euro und da ist die Evangelische Kirchengemeinde nun auf Geldspenden für weitere Transporte angewiesen“, erläutert Anja Baron-Brink.

Geld für Hilfstransporte kann auf folgendes Konto überwiesen werden: Evangelische Mirjam-Kirchengemeinde Ascheberg Drensteinfurt, DE34 3506 0190 0000 9595 96. Verwendungszweck: Aktion Nummer 3031, Stichwort Ukraine-Hilfe. Bitte Namen und Anschrift für die Spendenquittung nicht vergessen.

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