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Heimatverein Herbern stellt Pflanzen vor (2)

Blätter dienen als Hut

Herbern

Der Heimatverein Herbern stellt in loser Folge heimische Pflanzen vor, heute: Pestwurz.

wn

Der Pestwurz liebt es feuchter, gerne an Bachläufen. Foto: HV Herbern

Viele nutzen jetzt Zeit und Wetter für ausgedehnte Fahrradtouren oder Spaziergänge und genießen die heimische Natur. Blaue Veilchen, gelbe Schlüsselblumen, lila-rosa Lungenkraut, lila Taubnesseln oder das gelbe Scharbockskraut kennen die meisten.

Aber an manchen Bachufern und in feuchten Gräben neben dem Fahrradweg kann man jetzt auch eigenartige Gebilde sehen: die kolbenartigen blass-rosa Blütenstände der Pestwurz. Aus den zunächst kleinen Blättern wachsen nach der Blütezeit wahre Riesen heran, die in der Form an Huflattichblätter erinnern – aber viel größer sind. Mit einer Breite von mehr als 60 Zentimetern gehören Pestwurzblätter zu den größten in der heimischen Wildflora. Kinder machen sich gerne einen Spaß und setzen sich ein großes Pestwurzblatt als Hut auf den Kopf. Diesen Einfall hatten die Menschen wohl früher schon. Denn der lateinische Gattungsname „Petasites“ leitet sich vom griechischen „petasos“ ab, was „breitkempiger Hut“ bedeutet.

Wie der deutsche Name verrät, galt Pestwurz im Mittelalter als Mittel gegen die Pest. Das hat nicht wirklich funktioniert.

Dann wurde die Heilwirkung der Pestwurz nahezu vergessen, bis man entdeckte, dass die Pestwurz gegen Migräne helfen kann. Auch gegen Asthma und Heuschnupfen kann man sie verwenden.

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