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Verein blickt aufs vergangene Jahr zurück

Corona-Pandemie war für die Musikschule sehr kostspielig

Ascheberg

Corona hat nicht nur Lücken ins Unterrichtsangebot gerissen. Die Musikschule Ascheberg hat die Pandemie auch bei den Finanzen gespürt.

Von Theo Heitbaum

Mirjam Brüllmann berichtet dem Trägerverein von ihren nächsten Projekten. Foto: Theo Heitbaum

Die Corona-Pandemie ist bei der Musikschule Ascheberg bisher mit mehr als 10 000 Euro auf der Negativseite zu Buche geschlagen. Unterrichtsgelder mussten erstattet werden. Es entstanden Überstunden. Desinfektionssäulen wurden angeschafft, Räume zusätzlich desinfiziert. Und dann ging beim Jekits-Projekt die Rechnung in der Stufe zwei nicht auf, weil nur wenige Kinder gemeldet wurden. Schatzmeisterin Petra Kruckenbaum berichtete bei der Versammlung des Trägervereins der Musikschule im Bürgerforum des Rathauses aber auch, dass dem Verein eine Soforthilfe von 9000 Euro überwiesen worden sei.

Vorsitzender Dietrich Bentlage blickte auf ein Jahr mit zwei Besonderheiten zurück. Corona störte das Unterrichts- und Konzertprogramm. Damit forderte es den Vorstand mehr als in normalen Jahren. Zudem war der Wechsel des Musikschulleiters zu bewerkstelligen. Mit der Ausschreibung und einem zweistufigen Vorstellungsverfahren sei man zu einem guten Ergebnis gekommen: Mirjam Brüllmann. „Der Start war positiv. Sie hat die Themen, die zu bearbeiten sind, erkannt und angefasst“, erklärte Bentlage. Die vor einem Jahr gegründete Marketing-Gruppe erarbeite ein neues Musikschul-Logo, schloss der Rückblick. Für die Zukunft streben Bentlagen und der Vorstand eine Mitgliederoffensive an: „Wir müssen stärker werben und überlegen, ob es für Mitglieder Vergünstigungen geben kann.“

Bei den Wahlen wurden die stellvertretende Vorsitzende Alexandra Streyl, Schatzmeisterin Petra Kruckenbaum und Beisitzer Dirk Rieskamp wiedergewählt. Als neue Beisitzerin gesellt sich Stefanie Köttendorf zu der Runde.

Die neue Leiterin berichtete, dass neben ihrem Vorgänger Christoph Hönig auf Andrzej Jedrzejak und Martina Borgmann verabschiedet worden seien. Helene Hellmich hat der Musikschule erklärt, ihre Tanzgruppen reduzieren zu wollen. Im Bereich Tanz hat Corona die Schülerzahl ohnehin stark gesenkt. Dort müsse man zulegen, wenn es die Lage wieder erlaube.

Von außen kommend wird die Musikschule zwei Dinge aufgreifen. Beim Jekits-Projekt wird es künftig vier Stufen geben. Das soll sukzessive umgesetzt werden. Ermutigend ist, dass für die Stufe zwei 51 Kinder in den drei Orten angemeldet worden sind, vor einem Jahr waren es fünf.

Zudem will Brüllmann auf die Musikschuloffensive des Landes zugreifen. Sie erlaubt es für spezielle Bereiche (Technik/Internet) oder Bands Personen fest anzustellen. Das binde stärker an die Schule als eine Arbeit auf Honorarbasis. Eine wichtige Rolle in dem System spielen Koordinatoren. Sie übernehmen neben Unterrichts- auch Organisationsaufgaben. Sie schaffen einen Mehrwert für die Schule. Bedingung für das Abgreifen von Landesmitteln ist die Vorgabe, dass Kommunen ihren Zuschuss nicht kürzen dürfen. Ein Teil der Mittel könnte für einen Bandkoordinator eingesetzt werden. Brüllmann denkt an eine Person, die Bands bildet, Proben organisiert und auch beim Beschaffen der Instrumente hilft.

Gegenüber der Präsentation im Bildungs- und Kulturausschuss ist inzwischen die Zusammenarbeit mit der Offenen Ganztagsschule, die an den Grundschulen eingerichtet wird, besiegelt. Die Musikschule ist mit Angeboten zu Tanz und Instrumenten dabei.

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