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Gemeinde zieht Bilanz

Corona pusht die digitale Schulwelt

Ascheberg

Über die digitale Ausstattung der örtlichen Schulen informierte die Verwaltung jetzt im Bildungs- und Kulturausschuss. Dabei stellte sie heraus, dass schon vor Beginn der Corona-Pandemie vieles auf den Weg gebracht worden sei. Beispielhaft benannte sie die Ausstattung mit WLAN an allen Schulen.

Von Theo Heitbaum

Die digitale Ausstattung der Profilschule Ascheberg ist so gut, dass sie und ihr Nutzen wissenschaftlich untersucht werden. Foto: Theo Heitbaum

Corona hat die Menschen fest im Griff. Zu den positiven Begleiterscheinungen gehörte, dass die Schulen schneller digitaler wurden als viele Beteiligte es sich vor zwei Jahren erträumt hatten. In Ascheberg war vor Pandemiebeginn schon vieles angeschoben worden. In der Corona-Sprache musste die Gemeinde nur noch boostern. Den aktuellen Sachstand stellte die Verwaltung jetzt im Bildungs- und Kulturausschuss vor.

Seit 2019 sind alle Ascheberger Schulen an das Glasfasernetz angebunden. Mit Hilfe des Digitalpaktes wurden die Standorte Ascheberg und Davensberg der Lambertusschule komplett neu verkabelt. Wo die Leitungen vorher nur zehn bis 100 Mbit durchließen und zum Nadelöhr wurden, brach das Gigabit-Zeitalter an. Das Kabelwerk in den anderen Schulen sei angemessen, heißt es.

Alle pädagogischen Räume der gemeindlichen Schulen sind zu 100 Prozent mit WLAN des Standards WiFi 5 abgedeckt. Mit Hilfe des Digitalpaktes soll dieses Netz im Jahr 2024 durch den Austausch der Komponenten auf den Standard WiFi 6 angehoben werden, blickt die Gemeinde nach vorne.

Alle pädagogischen Räume der gemeindlichen Schulen sind zu 100 Prozent mit digitalen Präsentationsflächen ausgestattet. Sie sind eine Alternative zur Tafel und lösen diese sukzessive an. SmartBoards, Beamer, LED/LCD Monitore inklusive AppleTV runden je nach Nutzungszweck das Angebot in den Räumen ab.

Endausbau mit 920 iPads in 2022

Die Anzahl der mobilen Endgeräte, ausschließlich iPads, für Schüler und Lehrer beläuft sich im Jahr 2021 auf 880 Geräte. Im Jahr 2022 werden 40 Geräte angeschafft, sodass dann der geplante Endausbau mit 920 Geräten erreicht wird. Ab dem kommenden Jahr beginnt auch der planmäßige Austausch der Altgeräte. Je nach Anforderungen der einzelnen Schulen und deren Medienkonzepten sind die Klassen- und Fachräume jeweils zusätzlich mit Desktop-PCs ausgestattet.

Die der Gemeinde zugeteilte Summe von 294 197 Euro wird voraussichtlich zu 100 Prozent bis Ende des Jahres 2024 ausgeschöpft sein. Die Förderrichtlinien „Sofortausstattungsprogramm“ und „Dienstliche Endgeräte für Lehrkräfte“ wurden seitens des Schulträgers direkt im Jahr 2020 zu 100 Prozent umgesetzt.

Gedanken macht man sich im Rathaus noch zur Administration der Infrastruktur. Dabei geht es quasi um einen digitalen Hausmeister für die drei Schulen an fünf Standorten. Ob und wie diese Arbeit gefördert werden kann, wird erst geklärt ob es eine eigene oder interkommunale Lösung gibt. Im Gespräch war, dass Kommunen sich Personal teilen. 

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