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Auftragsbestand ist gut

Daldrup-Konzern baut Schulden ab

Ascheberg

Der Daldrup-Konzern setzt beim Konsolidieren konzentriert auf das Bohrgeschäft. Wie weit der Prozesse gediehen ist, zeigt die Bilanz des Geschäftsjahres 2020.

Bohrstelle Daldrup in der Schweiz bei Nagra Foto: Nagar, Schweiz

In einem von der Corona-Pandemie geprägten Umfeld profitierte der Bohrtechnik- und Geothermiespezialist Daldrup & Söhne im Geschäftsjahr 2020 von der regen Nachfrage nach seinen Dienstleistungen. So steigerte der Konzern die Gesamtleistung um 13,7 Prozent auf 47,5 Millionen Euro (Vorjahr 41,8 Millionen Euro) und übertrifft damit die Prognose von rund 40 Millionen Euro. Der Umsatz aus abgerechneten Aufträgen lag mit 26,2 Millionen Euro über dem Vorjahreswert (24,8 Millionen Euro). Der Konzerngewinn vor Steuern verbesserte sich auf 1,9 Millionen Euro nach einem Verlust von zehn Millionen Euro im Vorjahr. Nicht-operative Abschreibungen auf die nunmehr in den Finanzanlagen zu bilanzierenden Forderungen gegenüber den Unternehmen des Anfang 2020 veräußerten Geysir Europe-Konzerns führten im Berichtsjahr dennoch zu einem Konzernfehlbetrag von 5,2 Millionen Euro (Vorjahresfehlbetrag 12,3 Millionen Euro). Der Verlust pro Aktie beläuft sich damit auf 0,87 Euro (Vorjahresverlust 2,06 Euro).

Die Eigenkapitalquote im Konzern ist von 50,3 Prozent im Vorjahr auf 47,3 Prozent gesunken. Insgesamt sei die Entschuldung des Daldrup-Konzerns im Berichtsjahr konsequent fortgesetzt und die Verbindlichkeiten von 21,2 auf 19 Millionen Euro reduziert worden, teilt das Unternehmen mit.

Mit dem Verkauf der Konzerntochter Geysir Europe GmbH inklusive ihrer Beteiligungen an den Geothermiekraftwerken Taufkirchen und Landau, der im Januar 2020 abgeschlossen wurde, hat Daldrup & Söhne im Berichtsjahr den gewonnenen finanziellen und operativen Bewegungsspielraum genutzt, um die Ressourcen im Bohrgeschäft zu stärken und die Neuausrichtung voranzutreiben. Ziel ist es, die Effizienz und die Ergebnisqualität dauerhaft und geschäftsspezifisch zu erhöhen.

Der Auftragsbestand von 24,3 Millionen Euro zu Ende April 2021 laste die Produktionskapazitäten des Geschäftsjahres 2021 rechnerisch bereits heute aus, so das Unternehmen. Einzelne größere Aufträge reichten weit in das Geschäftsjahr 2022 hinein. Auch die Auftragspipeline von 94,6 Millionen Euro signalisiere ein weiterhin vitales Interesse an den Dienstleistungen des Konzerns. Der Vorstand ist zuversichtlich, wesentliche Teile der Auftragspipeline, seien es Erkundungsbohrungen für die Lagerung radioaktiver Abfälle, seien es Altbergbausicherungen, in weitere Aufträge umsetzen zu können. Auch ist das Interesse an größeren Geothermieprojekten in der Molasse oder in Norddeutschland für die Wärmeversorgung weiterhin hoch. Für das laufende Geschäftsjahr 2021 geht der Vorstand von einer Konzern-Gesamtleistung von rund 43 Millionen Euro aus.

Trotz der erfreulichen Unternehmensentwicklung und der positiven Aussichten kann der Vorstand nicht ausschließen, dass sich mögliche Auswirkungen einer anhaltenden oder verschärfenden Corona-Pandemie im laufenden Jahr negativ auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirkt, schließt die Mitteilung.

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