1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ascheberg
  6. >
  7. Das Dorf feiert Jubiläum

  8. >

1100 Jahre Ascheberg anno 1990

Das Dorf feiert Jubiläum

Ascheberg

1100 Jahre Ascheberg - vor 30 Jahren wurde groß gefeiert. Und die WN waren natürlich dabei, hier gibt es die Fotos und Infos zur Geschichte.

Theo Heitbaum

Beim Festumzug vor 30 Jahren durfte der Spielmannszug der Kolpingsfamilie Ascheberg natürlich nicht fehlen. Foto: Bergmann/WN-Archiv

Ein kleiner flacher Hügel, eine Kirche, um die sich locker ein paar Häuschen gruppieren. Ein kleiner Graben, der vor einfallenden Räuberbanden schützen soll. Wir schreiben das neunte Jahrhundert nach Christi, das Jahr 890. Geld spielt bereits eine Rolle. Deswegen wird in einem Heberegister erstmals der Name Ascheberg erwähnt – vor 1130 Jahren.

„Uureckio“ heißt der Mann, der den Mönchen der Abtei Werden an der Ruhr eine Unze schuldet. Nachnamen gibt es noch nicht, auch keine postalischen Adressen. Deswegen setzen die schlauen Mönche eine Besonderheit des Wohnortes hinter den Rufnamen. Kirche, Häuser und Graben sind eingerahmt von vielen Bäumen, vornehmlich Eschen. Flugs wird „in ascasberg“ dazu geschrieben, und alle Unklarheiten über die Identität des Schuldners sind beseitigt.

Die knappe Buchhalternotiz ist so zu erklären: Was heute Esche heißt, war früher eine „askin“, der sprachliche Weg nach „ascasberg“, eben den Eschen auf dem Berg, nicht mehr weit. Mit dem „ascasberg“ erwähnen die Mönche Ascheberg erstmals urkundlich.

In einer Broschüre der Pfarrgemeinde abgedruckt, fällt das lateindurchsetzte Althochdeutsch in fast unleserlicher Schrift Heimatfreunden Anfang 1990 in die Hände. Die Idee eines Dorffestes wird geboren und das gesamte Dorf mit seinen Vereinen zieht mit. 1100 Jahre Ascheberg werden im September unter anderem mit einem großen Festumzug und einem Zeltabend gefeiert.

Startseite
ANZEIGE