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Fantasten spielen bei Fisch Wenning auch für die Flutopfer

Die Gage wandert ins Schweinchen

Ascheberg

Endlich wieder Livemusik von der Bühne: Nicht nur die Fantasten, sondern auch ihr Publikum genossen den Auftritt im Rahmen von „Ascheberg trifft sich“ bei Fisch Wenning. Darüber hinaus profitieren Flutopfer von diesem Konzert.

Von Theo Heitbaum

Drummer Clemens Portmann, Gitarrist Norbert Kerst, Keyboarder Uli Heppner und Bassist Andree Woywod sind die Fantasten. Sie beendeten die Corona-Zwangspause mit einem Auftritt bei Fisch Wenning Foto: Theo Heitbaum

„Das ist heute zwar kein richtiges Konzert, aber es ist ein besonderer Auftritt, ein ganz besonderer Auftritt.“ Norbert Kerst, Gitarrist und Sänger der Fantasten, ist nach dem ersten Set zufrieden. Endlich wieder auf einer Bühne, endlich wieder vor realem Publikum. Das hat beim ersten Set der Fantasten während des Hofverkaufs bei Fisch Wenning an der Lüdinghauser Straße einen Wunsch geäußert. „Wir sollen etwas lauter werden“, nimmt Drummer und Sänger Clemens Portmann für den zweiten Set mit. Dort beginnt die Band mit einem Lied, das in Pandemiezeiten entstanden ist. Kerst besingt eine Jugend-Fahrt nach Rom und erinnert sich an „Anne“. Wie alle Stücke der Fantasten ist es selbst komponiert, geschrieben und arrangiert. Dem Publikum gefällt diese Mischung aus poppigem Rock oder rockigem Pop. Sonst wäre kaum der Wunsch gekommen, dass die Musiker die Regler weiter aufdrehen.

Markus Lakenbrink

„Das ist etwas ganz anderes als Konzerte am Fernsehen oder am Computer zu sehen. Digitale Musik geht nicht in den Bauch. Das schafft sie nur live. Das macht den Besuch hier richtig rund“, erzählt Thomas Wenner.

Bassist Andree Woywod wirkt konzentriert, sein Mienenspiel verschweigt, dass ihm der Liveauftritt gerade richtig gut tut: „Als Musiker will ich auf die Bühne, für Menschen spielen. Das ist wie beim Fußball das Spiel, auf das man hintrainiert.“ Dabei haben die Musiker über Monate nicht einmal gemeinsam üben dürfen. Die Pandemie hat sie ausgebremst.

Über 1000 Euro für Opfer der Flutkatastrophe

In die Vorfreude endlich wieder vor Publikum auftreten zu können, mischten sich die Schreckensnachrichten aus den Katastrophengebieten nach dem verheerenden Unwetter. Deswegen beschlossen die Fantasten, auf ihre Gage zu verzichten und für die Flutopfer zu spenden. Mit Steffi Schulze-Wenning wurden sie einig, dass dieses Geld den Grundstock für eine längerfristige Spendenaktion werden soll. „Wir werden das Schweinchen auch bei den nächsten Hofverkäufen aufstellen“, erklärt Schulze-Wenning. Mit der grellen gelben Farbe ist es unübersehbar. Am Freitag kamen über 1000 Euro zusammen.

Nächster musikalischer Gast an der Lüdinghauser Straße ist im Rahmen von „Ascheberg trifft sich“ Rainer Migenda. Er covert alles, was Stimme und Gitarre hergeben. Als Stammgast hat Migenda viele Dauerzuhörer gefunden.

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