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Bedarf erfordert Zusatzangebot

DRK wird Träger einer zweiten Kita in Davensberg

Davensberg

Davensberg benötigt zwei weitere Kindergartengruppen. Mit dem DRK-Kreisverband ist ein Träger gefunden. Eine Idee, wo die Gruppen untergebracht werden können, hat die Gemeinde schon.

-hbm-

Rund um den Schulplatz in Davensberg wird sich etwas tun. Die früheren Pavillons der Burgschule (hinten in der Mitte) sollen die neue DRK-Kita beherbergen. Foto: Theo Heitbaum

Sieben Kitas in Ascheberg, drei in Herbern – im Sommer bekommt Davensberg seinen zweiten Kindergarten. Das fordert der Bedarfsplan des Kreises Coesfeld aus dem Oktober. Die Verwaltung präsentierte die Lösung des Problems im Bildungs- und Kulturausschuss am Donnerstag.

Vordringlich war die Frage des Trägers zu klären. Die katholische Kirche ist mit fünf Kitas im Verbund ausgelastet, eine sechste Einrichtung sieht das Bistum nicht vor. In der Kürze der Zeit hatte die Verwaltung andere Kindergartenträger, die schon in der Gemeinde tätig sind, abgefragt. Einzig der DRK-Kreisverband hatte die Übernahme der Trägerschaft angeboten. Petra Haverkamp (SPD) monierte in diesem Zusammenhang, dass es bisher bei dieser Thematik immer eine Ausschreibung gegeben habe: „Dadurch haben wir in der Vergangenheit eine große Träger-Vielfalt hinbekommen.“ Dem hielt Fachbereichsleiter Bastian Meyer entgegen, dass „wir schon zum nächsten Kindergartenjahr etwas an den Start bringen müssen. Wir wissen aus der Nachbarschaft, dass es schwierig sein kann, Träger zu finden. Der Fachkräftemangel macht es ihnen nicht einfach. Deshalb sind wir froh, dass wir fündig geworden sind.“ Die Verwaltung habe sich nur aus Zeitdruck für dieses eine Mal von der Ausschreibung verabschiedet.

Pavillons der früheren Burgschule für Umbau bereit

In der Raumfrage stehen die Pavillons der früheren Burgschule für einen Umbau bereit. Dort könne man im nächsten Sommer mit zwei Gruppen starten, informierte Meyer. Aktuell schaue die Verwaltung, dass man gute und attraktive Räume schaffe: „Wir sind dabei, in die Kostenermittlung tiefer einzusteigen.“ Perspektivisch sei ein Neubau in Davensberg geplant. Die Gemeinde hat dafür noch keinen Ort gefunden.

Eine Schwierigkeit ergab sich aus dem künftigen Bedarf von sechs Gruppen in Davensberg. Neben den vier Gruppen in der St.-Anna-Kita wären zwei Gruppen in einer DRK-Kita nicht wirtschaftlich zu betreiben. Deswegen hat sich die katholische Kirche bereit erklärt, nach dem DRK-Neubau eine Gruppe aufzugeben. Dann entwickeln sich zwei Drei-Gruppen-Kitas im Davertdorf. Bei einem Mehrbedarf werde St. Anna die vierte Gruppe reaktivieren. „Ich bin froh, dass wir einen Träger und eine gute Lösung mit der Kirche, die eine Gruppe abgibt, gefunden haben. Eine bessere Form der Zusammenarbeit kann man sich nicht wünschen“, bewertete Maria Schulze-Loh (CDU) die Lösung. Der Vorschlag von Peter Leyers (FDP), die festen Bauten der Burgschule zu nutzen, stieß auf Kopfschütteln der übrigen Runde, denn sie werden als Dorfgemeinschaftshaus genutzt.

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