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Was die „Mustermanns“ 2023 der Gemeinde zahlen müssen

Durchschnittlich 22,50 Euro mehr

Ascheberg

Energiekrise und Inflation: Nahezu alles wird seit Monaten teuerer. Bezüglich der gemeindlichen Steuern und Gebühren für 2023 dürfen die Ascheberger aufatmen. Die Steigerungen fallen im Durchschnitt nur geringfügig aus.

-acf-

Mit den Abgabenbescheiden 2023 wird die Ascheberger Durchschnittsfamilie um 22,50 Euro mehr zur Kasse gebeten. Foto: : hsb-cartoon.de

Momentan blicken alle besorgt auf die Gas- und Stromrechnungen, die ins Haus flattern. 2023 kommen die jährlichen Steuern und Gebühren dazu. Wenn die Gemeinde zu Beginn des Jahres die Bescheide verschickt, wird die Durchschnittsfamilie mit 22,50 Euro mehr als im Vorjahr zu Kasse gebeten. Anhand der Familie „

Mustermann“ hat diese Zeitung die anfallenden Kosten für einen Durchschnittshaushalt einmal durchkalkuliert.

Für sie errechnet sich nach den Vorschlägen und Kalkulationen der Verwaltung eine Gemeindeforderung von 1055,71 Euro. Auch wenn es teurer als im Vorjahr ist, hat die Gemeinde in diesem Jahr für die kalkulatorischen Zinsen einen Satz von 2,50 Prozent zugrunde gelegt. Zulässig wäre – laut eines in der Nacht zu Donnerstag verabschiedeten Gesetzentwurfes der Landesregierung – ein Zinssatz von bis zu 3,247 Prozent. Das Gesetz resultiert aus einem Musterverfahren vor dem NRW-Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster im Sommer dieses Jahres (WN berichteten) zur allgemeinen Gebührenkalkulation, das Auswirkungen auf alle Kommunen und Städte hat. Die Gemeinde Ascheberg legt den Höchstsatz nicht zugrunde. Bürger in anderen Kommunen, die die zulässigen 3,247 Prozent nehmen, zahlen mehr.

Für die Grundsteuer fallen im Jahr 2023 Gebühren von 248,30 Euro an. Damit sind es 7,35 Euro mehr als 2022.

Einsparpotenzial beim Wasserverbrauch

Die „Mustermanns“ lassen eine 80-Liter-Restmülltonne alle vier Wochen abfahren. Obwohl sie große Bio-, Papier- und gelbe Tonnen haben, errechnet sich die Gebühr nur nach dem Restmüllgefäß. Zu zahlen sind daher mit 185,04 Euro daher nun 1,20 Euro mehr.

Bei den Abwassergebühren müssen die „Mustermanns“ im Gegensatz zum Vorjahr folgenden Betrag berappen: 561,6 Euro für Schmutzwasser (540 Euro waren es 2022). Errechnet werden die Gebühren nach dem Wasserverbrauch. Dort gehört die Ascheberger Durchschnittsfamilie zu den Viel-Duschern, denn sie beziehen im Jahr 180 Kubikmeter Trinkwasser von der Gelsenwasser. Jeder Kubikmeter schlägt mit 3,12 Euro Schmutzwassergebühr zu Buche. Somit ergibt sich dort noch eine Menge Einsparpotenzial.

Auf ihrem Grundstück haben die „Mustermanns“ durch Haus, Nebengebäude und Wege 150 Quadratmeter versiegelt. Das Regenwasser fließt in den Kanal, was sich die Gemeinde mit 58,5 Euro bezahlen lässt (im Vorjahr waren es noch 66). Hier wird es also billiger.

Gewässerunterhaltungsgebühr: Seit 2018 werden die Menschen im Innenbereich von den Wasser- und Bodenverbänden, die für den Ablauf des Wassers sorgen, zur Kasse gebeten. Dieser Betrag ist für diejenigen, die in den Emmerbach abführen von 2,42 Euro in 2022 auf aktuell 2,27 Euro gesunken. Würde beispielsweise in die Stever abgeführt, lägen die Gebührensätze bei 14,30 Euro.

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