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Rotkreuzler übernehmen Corona-Schnelltest in Pflegeeinrichtungen

Ehrenamtlicher Einsatz aus Freude am Helfen

Ascheberg

Ehrenamtliche Helfer des DRK haben an den Weihnachtsfeiertagen die Corona-Schnelltests im Ascheberger Altenheim übernommen. Auf diese Weise wurde das Pflegepersonal entlastet und konnte sich besser um die Bewohner kümmern.

Tina Nitsche

Ralf Dingemanns (l.) nahm am zweiten Weihnachtstag im Altenheim St. Lambertus die Abstriche für den Schnelltest. Foto: Tina Nitsche

Weihnachten ist das Fest der Familie. Doch in diesem Jahr war dabei einiges anders. Denn so manche liebgewonnene Tradition, ließ sich, wegen des Corona-Virus, das die Menschheit seit Monaten in Atem hält, nicht ganz so einfach einhalten. Dazu zählte auch der Besuch im Altenheim. Dass dieser jedoch ohne Ängste möglich war, ist dem DRK Ortsverband Ascheberg zu verdanken. Denn das DRK-Team bot dort Schnelltests für die Besucher an. Ehrenamtlich.

Ralf Dingemanns und Sven Hölscher schoben am zweiten Weihnachtszeit über die Mittagszeit Dienst. „Wir arbeiten in Zweierteams, einer dokumentiert, der andere nimmt die Abstriche und wertet sie aus“, erklärte Dingemanns. Die Aktion wurde gerne angenommen. „Einige haben sich vorher angemeldet, andere kamen ohne Anmeldung, aber auch die haben wir dann ,verarztet‘“, so der Rotkreuzler.

Ralf Dingemanns hatte den Rotkreuzleiter Edgar Reifig abgelöst, der am Samstag die erste Schicht übernommen hatte. „Edgar hat morgens die Abstriche genommen“. Für das Personal des Ascheberger Altenheims, war diese Aktion des DRK höchstwillkommen. „Das Pflegepersonal war mehr als dankbar für diese Entlastung, denn auf diese Weise, konnten sie sich in Ruhe um die Bewohner kümmern“, verriet Sven Hölscher. „Es ist quasi unser Weihnachtsgeschenk für die Pflegekräfte“, ergänzte Ralf Dingemanns. Der Ehrenamtliche kommt aus Ascheberg, arbeitet aber eigentlich für den Lüdinghauser Ortsverband. Er gilt als erfahrener Hase und hat auch am ersten Weihnachtstag uneigennützig im Altenheim St. Lambertus Dienst geschoben. Am Sonntag dann, stand auf seinem Dienstplan Lüdinghausen. „Momentan ist überraschend wenig los“, zog er mittags eine kurze Zwischenbilanz. „Aber das ändert sich dann heute Nachmittag“.

Sven Hölscher (r.) bernahm die Dokumentation bei der DRK-Schnelltet Aktion. Foto: Tina Nitsche

Die Arbeit managten die Ehrenamtlichen routiniert. Sven Hölscher übernahm die Dokumentation. Hier mussten Name, Testdatum und das Ergebnis festgehalten werden. Die Bilanz dort las sich erfreulich. „Bislang waren alle Besucher negativ getestet“, so Dingemanns. Kurz vor 14 Uhr erschien mit Angelika Reimers seine Ablösung. Ralf Dingemanns Dienst endete damit für den zweiten Weihnachtstag. Warum er den Platz unterm heimischen Tannenbaum bei der Familie mit einem ehrenamtlichen Einsatz getauscht hat? „Ich mache das, weil ich das gerne mache und weil man uns gerufen hat“, sagt er. Dennoch hat er für die Menschen in Zeiten wie diesen auch aufgrund seines Arbeitsalltags einen Rat: „Leute bleibt zu Hause. Ich kann es nur empfehlen.“

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