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Bordsteinkante der Mittelinsel ist nicht abgesenkt worden

Ein Radweg mit Hindernissen

Ascheberg

Die Baustelle an der B 58 ist abgeräumt, aber ein Detail wurde vergessen. Die Mittelinsel der Industriestraße wird für Radler auf dem neuen Radweg zu einem Hindernis.

Von Theo Heitbaum

Wer den kleinen Radwegbogen am Ende der Industriestraße nutzt, schaut kopfschüttelnd auf eine Mittelinsel, die mit eine Bordsteinkante zum echten Hindernis wird. Foto: Theo Heitbaum

Sie gehört zu den gefährlichsten Kreuzungen in der Gemeinde Ascheberg. Wer von der Industriestraße über die B 58 in den Vennkamp möchte, der hat insbesondere als Fußgänger und Radfahrer Respekt vor dem Verkehr auf der Bundesstraße. Deswegen sind viele Menschen froh, dass ihnen nun mit einer Mittelinsel ein angenehmeres Überqueren ermöglicht wird. Wenn da nicht ein Kuriosum wäre: Der Radweg führt bisher über eine Mittelinsel der Industriestraße, die nicht abgesenkt ist. Der Radler muss eine Bordsteinkante überwinden. Diese Konstellation führte insbesondere nach dem Abräumen der Baustelle zu mehreren Leserfragen.

Angekommen ist das auch schon bei Straßen.NRW. Und Abhilfe ist in Sicht. „Der hohe Bordstein auf der Mittelinsel wird im Zuge von Restarbeiten, die die Firma voraussichtlich Ende November durchführt, abgesenkt, so dass die Insel wie angemerkt, genutzt werden kann“, erklärt Nina Wischeloh, Sprecherin von Straßen.NRW auf WN-Anfrage. Das Absenken hätte bereits erfolgt sein sollen, „wird nun aber im Zusammenhang mit weiteren Restarbeiten durchgeführt, bei denen im Bereich der Kreuzung auf beiden Seiten der B 58 jeweils eine Aufstellfläche für Busse eingerichtet werden wird, damit diese nicht weiterhin im Straßenraum halten müssen.“

Mittelinsel Industriestraße Foto: Theo Heitbaum

Perspektivisch wird sich an der Kreuzung noch deutlich mehr tun. Denn die Gemeinde hat das Gewerbegebiet Vennkamp auf den Weg gebracht. „Es wird von der B 58 erschlossen und angebunden“, berichtet Christian Scheipers vom Tiefbauamt der Gemeinde Ascheberg. In einem ersten Schritt werde, wenn das Gebiet so weit fortgeschritten sei, der Vennkamp an der Stelle aufgeweitet, damit Lkw problemlos ab- und einbiegen könnten. „Das ist bei den Bauarbeiten an der B 58 jetzt schon bei Sobbe und Wismann geschehen“, verweist der Verwaltungsmann auf zwei Beispiele in der Nähe.

Bordstein wird abgesenkt

Die Mittelinsel auf der B 58 ist verklebt worden. Das, so Wischeloh, sei durchaus üblich: „Durch diese Art der Einrichtung entfallen Pflasterarbeiten, die Inseln werden auf die asphaltierte Fläche geklebt. Dies bedeutet einen geringeren Arbeitsaufwand in der Bauausführung, gleichzeitig gibt es weniger ,Kanten‘, was mit Blick auf die Sicherheit einen Vorteil darstellt.“ Natürlich mache es die Bauweise im Nachhinein leichter, wenn man etwas ändern möchte.

Bogen an der Industriestraße Foto: Theo Heitbaum

Langfristig wird der Wirtschaftsweg Vennkamp den Verkehr aus dem geplanten Gewerbegebiet aufnehmen und zur B 58 führen müssen. Dazu müsste er deutlich ausgebaut werden. Einen anderen Zugang zur B 58 schließt Scheipers nach aktueller Planung aus. Zudem hat die Verwaltung schon vorher zugesichert, dass eine Durchfahrt zur Davensberger Straße zwischen Teichen und Wäldchen hindurch nicht möglich sein soll.

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