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Alle Räume durchwühlt

Einbruchsopfer vermutet Spionage mit Drohne

Ascheberg

Als Thomas Rosin eine Drohne über dem Haus hörte, fühlte er sich in seiner Privatsphäre verletzt. Nach einem Einbruch am Samstag hat der Ascheberger einen ganz anderen Verdacht.

Theo Heitbaum

Foto: dpa (Symbolbild)

Was dürfen Drohnen? Als sich WN-Leser Thomas Rosin zu Jahresbeginn an die Redaktion wandte, war eine schnelle Antwort nicht möglich, weil gerade in Berlin an neuen Regeln für Drohnen gearbeitet wurde. Seit dem Wochenende hat der Ascheberger einen Verdacht, warum damals eine Drohne über seinem Garten schwebte: Am Samstag wurde zwischen 14 und 18 Uhr bei ihm an der Dr. Pistorius-Straße eingebrochen.

„Die Täter haben bestimmt vorher mit der Drohne die Lage erkundet. Das sollten die Leute ruhig wissen. Die stehen einen Kilometer weg und sehen sich mit der Drohne von oben in Ruhe um“, vermutet Rosin. Die Polizei bestätigt den Einbruch, mag aber den Zusammenhang nicht herstellen. „Von so einem Vorgehen haben wir noch nichts gehört. Es ist uns kein Einbruch bekannt, wo das Haus vorher so ausspioniert worden ist. Es wäre auf jeden Fall ausgesprochen ungewöhnlich“, erklärt Polizeisprecher Norbert Voßkühler auf WN-Anfrage. Ganz ausschließen mag er ein Novum aber nicht.

Dass die Einbrecher vorher mit einer Drohne spioniert haben, vermutet Einbruchsopfer Thomas Rosin. Die Polizei hat so einen Fall noch nie gehabt und ist skeptisch. Foto: Theo Heitbaum

Was Rosin besonders stutzig macht: Die dreisten Diebe fütterten den Dobermann, der das Haus bewachen sollte, mit Fleisch aus dem Kühlschrank. Das wirke so, als hätten sie gewusst, dass ihnen ein Hund im Weg sein könnte. Auf jeden Fall durchsuchten die Einbrecher alle Räume. Eine Übersicht zum Diebesgut liegt noch nicht vor.

Zeugen gesucht

Die Polizei sucht nun Zeugen, die am Samstag zwischen 14 und 18 Uhr an der Dr. Pistorius-Straße oder von Königsallee und Großer Prozessionsweg aus Verdächtiges bemerkt haben. Die Einbrecher hatten die Terrassentür aufgehebelt, um in das Haus zu gelangen. Zeugen melden sich bei der Polizei Lüdinghausen ✆ 0 25 91 / 79 30.

Neue Gesetze für Drohnen

Inzwischen hat die Bundesregierung wegen der Zunahme an Drohnen neue und strengere Regeln erlassen. Die „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ sieht Flugverbote für sensible Bereiche, Kennzeichnungspflichten und zusätzliche Anforderungen für die Nutzer vor. Damit sollen Abstürze, Unfälle und Eingriffe in die Privatsphäre von Bürgern vermieden werden.

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