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Flüchtlingshilfe organisiert Ausflug in Freizeitpark

Einmal das Leid vergessen

Ascheberg

Ob aus Syrien, Afghanistan oder der Ukraine – einen Tag lang konnten die geflüchteten Familien ihre Sorgen vergessen. Stattdessen standen Spaß und Spiel auf dem Programm.

Von und

47 Kinder und über 30 Erwachsene erlebten einen sorgenfreien Tag im Freizeitpark. Foto: Kirchengemeinde

„Es ist tatsächlich möglich für einige Stunden das Kriegsgeschehen in der Heimat zu vergessen“ berichten die Teilnehmer der Busfahrt zum Ketteler Hof in Haltern, die Flüchtlingshilfe St. Lambertus organisiert hatte. Am 1. August machten sich 47 Kinder – das Jüngste war eineinhalb Monate alt – und 32 Erwachsene in zwei Bussen auf den Weg nach Haltern. Die erste Gruppe traf sich schon früh in Herbern. Dann ging es weiter nach Ascheberg. Der zweite Bus kam aus Davensberg. Hier waren auch Geflüchtete aus Ottmarsbocholt zugestiegen.

Bei der Ankunft in Haltern gab es ein „großes Hallo“ zwischen denjenigen, die sich bereits aus den drei Wellcome-Cafés kannten. In kleineren Gruppen wurden dann die vielen Freizeitmöglichkeiten des Ketteler Hofes erkundet. „Das Schönste aber war das gemeinsame Mittagessen mit Pommes und Bratwurst“ berichtete Anna, eine ukrainische Mutter aus Davensberg. „Hier haben wir gesehen, wie viele wir eigentlich sind“. Ihre Begeisterung geht noch weiter:„ Jetzt weiß ich auch, dass noch Mütter mit Kindern in Herbern wohnen. Das war für mich bisher ganz weit weg“. Und man könne sich ja jetzt auch gegenseitig mit dem Bürgerbus besuchen, meint eine weitere Teilnehmerin.

Ukrainische Teilnehmerin aus Davensberg

Auch die Organisatorinnen Rosemarie Godek und Andrea Tegtmeier sind zufrieden. „Das war eine sehr gelungene Veranstaltung. Die Geflüchteten konnten einen schönen Tag erleben, ihre Sorgen vergessen, gemeinsam lachen und fröhlich sein“. Und gelacht wurde viel an diesem Tag. Die strahlenden Augen und die zufriedenen Gesichter bei der Ankunft in den drei Ortsteilen spiegelten das Erlebte des Tages wieder. Und das herzliche Dankeschön der Teilnehmer war die Belohnung und Anerkennung an die Davensberger Organisatorinnen.

„Ein Erfolg für uns war auch der gemischte Teilnehmerkreis“, so Maria Schumacher, Vorsitzende der Flüchtlingshilfe St. Lambertus Ascheberg. „Es haben nicht nur Menschen aus der Ukraine teilgenommen sondern auch aus Afghanistan, Syrien, von der Krim, und natürlich auch Deutsche. Das ist für mich gelebte Integration“. Finanziert wurde die Aktion aus Landesmitteln und mit einer Spende einer Davensberger Familie. „Gerade bei letzterer möchte ich mich herzlich bedanken. Mit ihrer Unterstützung konnten 79 zum Teil traumatisierte Menschen einen fröhlichen Tag verbringen“, so Schumacher weiter.

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