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Bürgerinitiative „3 gegen 33“ gegründet

Erhalt der Landschaft im Blick

Herbern

Ganz frisch hat sich in Herbern die Bürgerinitiative „3 gegen 33“ gegründet. Deren Leitziele sind: Umwelt schonen, Menschen schützen und Kultur schätzen. Die Initiative informierte auch über das Bauvorhaben auf dem Planungsgebiet 33.

Von Isabel Schütte

Oliver Uschmann, Janina Jokisch, Philipp Röhnert, Markus Lärche und Ina Harenbrock (v.l.) haben die Initiative gegründet. Foto:

Rund 20 Interessierte kamen am Samstagnachmittag zur Vereinsgründung der Bürgerinitiative „3 gegen 33“ zur großen Pappel an der Lindenstraße. Es geht um den Erhalt der Landschaft und die Verhinderung der Erweiterung des Gewerbegebietes in ein Industriegebiet an der Vogelrute/Ondruper Straße in Herbern.

Oliver Uschmann, Janina Jokisch, Philipp Röhnert, Markus Lärche und Ina Harenbrock haben jetzt die Bürgerinitiative „3 gegen 33“ gegründet. Uschmann war hier der Ideengeber für den Namen der Bürgerinitiative. Dabei steht die drei für die drei Leitziele: Umwelt schonen, Menschen schützen und Kultur schätzen. Die 33 steht für das Planungsgebiet. Ziel der Bürgerinitiative ist: der Erhalt der überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen und dem dadurch führenden „Schwatten Pättchen“.

Barbara Kehrmann war als Fraktionsmitglied der UWG vor Ort. Ihr besonderes Anliegen für die Bürgerinitiative war: „Das Industriegebiet sehen wir von der UWG kritisch aber die geplante Feuerwehr brauchen wir dringend!“ Der Bau des neuen Feuerwehrgerätehaus ist mit im Planungsgebiet eingeschlossen. Da es Unstimmigkeiten zwischen Gemeinde und der neu gegründeten Bürgerinitiative „3 gegen 33“ gibt, kann auch hier nicht mit dem Bau begonnen werden. Auf der Homepage der neuen Bürgerinitiative ist hierzu zu lesen: Durch die Planung wird für die Feuerwehr eine Baufläche ausgewiesen. Die ist so nah an der riesigen Pappel, dass die vermutlich gefällt werden müsste. Das ist im Plan nicht berücksichtigt. Zwar liegt der Baum knapp außerhalb des Plangebiets, aber ist vom Plan direkt betroffen.

Die meisten Interessenten vor Ort waren nicht gegen den Bau der Feuerwehr sondern einstimmig gegen das Industriegebiet. „Ein Gewerbegebiet ja, Industriegebiet nein“, sagte Cäcilie Fabritius. Auch Christel Brünemann betonte, dass sich die Wirtschaft entwickeln muss, aber einem Industriegebiet sehe sie kritisch entgegen. Irene und Werner Prudon informierten sich ebenfalls über das geplante Bauvorhaben. „Der Lärm und vor allem der Verkehr, den so ein Industriegebiet mit sich bringt, das geht überhaupt nicht“, so Werner Prudon.

Gründungsmitglied Ina Harenbrock beklagte sich, dass die Gemeinde nicht kooperativ sei. „Rechtlich kann eine Bürgerinitiative nicht viel ausrichten. Der Entscheidungsträger ist der Rat der Gemeinde aber je mehr mitmachen desto mehr Gehör verschafft man sich“, unterstreicht Philipp Röhnert.

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