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Zur Lage bei den Ausbildungsstellen

Es mangelt weiter an Bewerbern

Ascheberg

Weniger Lehrstellen im Sommer wegen der Corona-Pandemie. Die überregionale Nachricht stößt in Ascheberger Betrieben auf Kopfschütteln. Das Gegenteil macht weiter Kummer.

Theo Heitbaum

Weniger Ausbildungsplätze durch Corona im Sommer 2021 – die überörtlich produzierte Nachricht stößt bei den meisten Betrieben in der Gemeinde auf Kopfschütteln. Foto: Jens Schierenbeck

Hendrik Hemker wähnte sich im falschen Film. Bei der Tagesschau und dem Hinweis, es gebe wegen Corona im Sommer zu wenig Lehrstellen, platzte dem Mann aus dem Familienunternehmen Wecon von der Hansalinie fast der Kragen: „Wir probieren seit Jahren auf den unterschiedlichsten Wegen unsere Lehrstellen zu besetzen. Das sind immer Klimmzüge. Im Sommer wird das nicht anders sein. Bei uns sind gerade drei von acht Lehrstellen besetzt. Wir suchen also händeringend Auszubildende.“ Die jährliche Azubi-Suche ist für Hemker eine „Vollkatastrophe“. Auf manche Stellen gebe es keine Bewerbungen. Dann komme es vor, dass unterschriebene Verträge beim Nachwuchs manchmal wenig zählten und sie trotz Unterschrift noch absagten. „Wir betreiben einen Riesenaufwand und dann wird man an der Nase herumgeführt“, ärgert sich Hemker. Am Verlässlichsten bei der Suche nach Auszubildenden sei die Zusammenarbeit mit einer Schule in Kamerun: „Dort ist leichter jemand zu finden als in Ascheberg.“

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