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Dorfsäuberung in Herbern

Ex- und Hopp: Vom Pizzakarton bis Heizölfass

Herbern

Bei der Dorfsäuberungsaktion blieb der Ansturm an Teilnehmern erwartungsgemäß aus. Doch die fleißigen Umweltschützer, die antraten, brachten reichlich „Beute“ zur Entsorgung mit.

Isabel Schütte

Starkes Trio: Tom, Steffen und Fabian sammelten trotz Regens und Sturm auf der Süd-, Werner- und Bockumer Straße Müll auf. Foto: iss

Frühjahrsputz im Lockdown und dazu noch viel Regen, Wind und Hagelschauer – dass in diesem Jahr nicht viele Bürger bei der diesjährigen Dorfsäuberungsaktion teilnehmen, die unter verschärften Corona-Regelungen stattfand, war eigentlich schon im Vorfeld klar. „Diesbezüglich war heute nicht viel los“, resümierte Alfons Sennekamp die Dorfsäuberungsaktion.

Sennekamp hatte am Samstag Dienst auf dem Bauhof. Die dafür aufgestellten Container blieben zum größten Teil leer. Doch Herbern wäre nicht Herbern, wenn es nicht doch kleine Lichtblicke gäbe. Denn: Die Mitglieder des Schützenvereins Nordick sammelten Müll aus den Gräben und Wegen in ihrer Bauerschaft. Frank Holtrup als erster Vorsitzender des Vereins präsentierte nach der Aktion 25 blaue Säcke mit Müll. Auch ein Heizölfass war dabei, das in der Natur entsorgt worden war.

Ebenfalls fleißig waren acht Mitglieder der Nordick Walking Gruppe des SVH . Zwar sammelten sie aus Zeitgründen nicht am Samstag sondern in der ganzen letzten Woche, aber das Ergebnis konnte sich dennoch sehen lassen. Unzählige Fläschchen Jägermeister, Radkappen vom Auto, Pizzakartons, Masken und vieles mehr wurde dabei aufgesammelt und ordnungsgemäß entsorgt.

Birgit Homann und Tochter Anna waren ebenfalls im Vorfeld unterwegs. Traditionell wird in der Familie Homann immer am Siepen und entlang des Bakenfelder Weges gesammelt. „Dafür, dass die letzte große Dorfsäuberungsaktion vor zwei Jahren stattfand, ist es noch recht überschaubar gewesen. Ich hätte mit mehr Müll gerechnet“, so Homann. Und auch wenn in den beiden anderen Ortsteilen der Gemeinde offiziell nicht gesammelt wurde ging Johannes Waldmann mit gutem Beispiel voran. In Davensberg füllte er viele blaue Säcke mit weggeworfenem Plastiktellern und Besteck. „Lieferando hat den Umsatz in Corona-Zeiten verdoppelt und leider liefern die nicht das Essen auf Porzellan“, kommentierte Birgit Homann dieses Vorgehen der Wegwerfgesellschaft.

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