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Schlussstrich wird von der Tagesordnung genommen

Gegenwind fürs Gewerbegebiet

Ascheberg/Herbern

Statt eines Schlussstrichs unter das neue Gewerbegebiet Ondrup in Herbern zu ziehen, nahm der Fachausschuss das Thema jetzt von der Tagesordnung. Es gibt Gegenwind.

Theo Heitbaum

Das Gewerbegebiet Ondrup beginnt an der Lindenstraße (links) und wird hinter der Gärtnerei und dem Gewerbegebiet Vogelrute bis zur Ondruper Straße quasi an das Dorf angeflanscht. Foto: Theo Heitbaum

Statt eines Schlussstrichs unter das neue Gewerbegebiet Ondrup in Herbern zu ziehen, nahm der Fachausschuss das Thema jetzt von der Tagesordnung. Die nötigen Beschlüsse sollen später gefasst werden. Für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in dem Gebiet sieht Klaus van Roje, Leiter des Fachbereichs Bauen und Wohnen, keinen Zeitverzug: „Wir sind dabei einen Architekten auszuwählen. Mit ihm können wir in die Planungen des Gerätehauses einsteigen. Ein Satzungsbeschluss ist erst beim Stellen eines Bauantrags nötig.“

Dass van Roje dem Ausschuss namens der Verwaltung vorschlug, die Thematik von der Tagesordnung zu nehmen, begründete er mit dem Hinweis auf ein großes Paket mit Eingaben und Abwägungen, das der Politik am Wochenende zugeschickt worden sei. Der Fachbereichsleiter verwies auf eine umfangreiche Stellungnahme, die abgearbeitet worden sei. Er äußerte die Vermutung, dass der jetzigen Eingabe später eine Normenkontrollklage folgen könne. Ungesagt blieb, dass die Gemeinde ihre Abwägungen noch einmal – besonders unter juristischen Gesichtspunkten – bis aufs letzte Komma prüfen wird.

Der Einwender vermutet beispielsweise, dass die Offenlage zu kurz gewählt war. Er bezeichnet textliche Festsetzungen als ungeeignet oder rechtswidrig. Inhaltlich wird vorgebracht, dass der Lärmkonflikt zwischen Wohnen und Gewerbe ungeklärt sei. Es wird ein Immissionsgutachten gefordert. Das solle die bestehenden Immissionen für die Wohnbebauung untersuchen und den zusätzlichen Lärm prognostizieren. Kritisiert wird unter anderem auch, dass die Fledermauskartierung unvollständig ist. Die Wiesenflächen an der Lindenstraße mit einem prägnanten Baum auf dem Feld sei nicht in der Kartengrundlage dargestellt. Wie kleinteilig die Eingabe hier ist, macht der Blick auf eine Pappel deutlich. Für die Gemeinde steht sie nicht im Geltungsbereich des Plans, der Einwender sieht aber „selbst wenn er knapp außerhalb des Plangebietes sein sollte, ist er abwägungsrelevant, da sein Wurzelwerk deutlich in das Plangebiet hineinragt“.

Weiter heißt es in den Eingaben, dass das Jahrhunderte alte „Schwatte Pättken“ verschwinden solle, damit ein vor wenigen Jahren gegründeter Gewerbebetrieb sein Grundstück bequemer erreichen könne.

Das Paket besteht aus 13 einzelnen Punkten. Dazu kommen drei per Mail nachträglich eingereichte Kritikpunkte. Alle Unterlagen sind im Bürgerinformationssystem der Gemeinde Ascheberg für jeden Bürger einsehbar.

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