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Gemeinsam Lücken geschlossen

Neues Marktmeister-Trio arbeitet eng mit Schaustellern zusammen

Ascheberg

Zum ersten Mal sind Daniel Krüger, Julia Schwipp und Pia Schlinger für Organisation und Ablauf der Jacobi-Kirmes verantwortlich. Ein wenig angespannt ist das Trio schon, setzt aber auf Teamgeist und kann auf die Unterstützung aus dem Netzwerk der Schausteller zurückgreifen.

Von Tina Nitsche

Das neue Marktmeister-Trio, dem Daniel Krüger, Julia Schwipp (l.) und Pia Schlinger angehören, hat in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Denn am Wochenende startet mit der Jacobi-Kirmes die größte Dorfkirmes im Münsterland. Foto: Tina Nitsche

Theorie und Praxis? „Da klaffen Welten zwischen, das sind dann eben doch zwei Paar Schuhe“, sind sich Daniel Krüger, Julia Schwipp und Pia Schlinger einig. Das Trio tritt in diesem Jahr die Nachfolge des langjährigen Marktmeisters Rolf Kehrenberg an. Während Daniel Krüger von Rolf Kehrenberg noch kurz angelernt wurde, war es für die beiden Kolleginnen fast wie ein Sprung ins kalte Wasser. Aber Bange machen – nein, das gilt in ihrem Fall nicht. „Bei uns heißt es jetzt einfach ‚learning by doing‘“, sagt Daniel Krüger, der wusste, was auf ihn zukommt. „Bei mir stand die Marktmeistertätigkeit quasi mit in der Stellenausschreibung.“ Ihre erste Bewährungsprobe haben die drei bereits bestanden: die Davensberger St.-Anna-Kirmes.

Arbeiten, während die Anderen feiern

Doch nun steht am Wochenende die Jacobi- Kirmes an. Und wie steht’s da mit den Nerven? „Ich bin schon ein wenig angespannt, es ist eben eine ziemlich große Verantwortung, die da auf unseren Schultern lastet“, gibt Krüger zu. Kollegin Julia Schwipp ist quasi der ruhende Pol und geht es pragmatischer an: „Wir haben alles gegeben, und soweit steht jetzt alles. . .“ Pia Schlinger, die gerade noch ein Telefonat entgegennehmen muss, zeigt lachend den Daumen hoch. Will heißen: Wird schon laufen.

Was alle drei eint, ist die Vorfreude. Auch wenn auf sie am Wochenende drei Tage Arbeit warten, während die meisten anderen feiern dürfen. Dabei wissen sie sehr wohl, dass für sie einiges anders wird. „Ich kenne die Kirmes als Besucher, nun aber steht ein Perspektivwechseln an, da schaut man plötzlich anders hin“, hat Daniel Krüger festgestellt.

Alle drei sind in diesen Tagen oft auf dem Kirmesplatz anzutreffen. Mit von der Partie sind Maßband, Stift und Block. „Da muss schließlich alles passen“, erklärt Julia Schwipp. Auch am Wochenende arbeiten sie gemeinsam. „Jetzt im ersten Jahr wollen wir möglichst viel mitnehmen, um uns dann künftig richtig aufstellen zu können“, erklärt Daniel Krüger, der froh ist über die Unterstützung seiner beiden Kolleginnen. Denn im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der alle notwendigen Informationen und Vorgänge im Kopf gespeichert hatte, müssen er und seine Kolleginnen nun ihren eigenen Weg finden, Erkenntnisse sammeln „und unsere eigenen Arbeitsstrukturen schaffen“. Gleichwohl ist das Trio froh, dass Rolf Kehrenberg auch jetzt noch mit Rat und Tat unterstützt.

Gut funktionierendes Netzwerk

Die neue Aufgabe als Marktmeister macht Daniel Krüger trotz der ganzen Arbeit und den vielen neuen Dingen, die nun auf ihn einprasseln, richtig viel Spaß. „Ich mag es, mit den Schaustellern ins Gespräch zu kommen und das Miteinander gefällt mir“, verrät er. Kollegin Pia ergänzt: „Vor allem sind die wirklich hilfsbereit und sparen weder mit Tipps noch mit Hilfe“. Und auf das gut funktionierende Netzwerk der Schausteller durfte das Trio in den vergangenen Tagen schon zurückgreifen. Denn auch ein paar Unwegsamkeiten blieben ihnen nicht erspart, als kurzfristig einige Beschicker absagten und die entstandenen Lücken schnell geschlossen werden mussten.

Es ist eine spannende Aufgabe, die die drei erfüllen. Bis jetzt haben sie 110 Prozent gegeben und sind für das Wochenende gewappnet. Die Kirmes kann starten. Auf die Besucher warten unbeschwerte Vergnügen, auf das neue Marktmeister-Team viele Stunden Arbeit. Sie gehen diese optimistisch an, in dem Wissen, dass zwischen Theorie und Praxis oftmals Welten klaffen.

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