Ganztagsbetreuung sichern

Gemeinsamer Kraftakt für ein Ferienangebot

Ascheberg

In der Gemeinde Ascheberg soll ein verlässliches Freizeitangebot für die Sommerferien auf die Beine gestellt werden. Dazu werden an einem runden Tisch Schulen und Kitas, Übermittagsbetreuungen und die OJA, Schulsozialarbeit und Jugendamt sowie Sportvereine beteiligt. Die Verwaltung hat bereits eine Bedarfsanfrage bei den Eltern vorbereitet.

Theo Heitbaum

Viel Spaß hatten die Kinder im vergangenen Jahr beim Besuch der Red Blaze Ranch. In einer konzertierten Aktion sollen auch 2020 – unter Beachtung der Corona-Auflagen – attraktive Ferienangebote auf die Beine gestellt werden. Foto: privat

Weil Eltern und Kinder in der Corona-Zeit einen schwierige Alltag haben, wird in der Gemeinde Ascheberg mit einer konzertierten Aktion an verlässlichen Angeboten für die Ferien gearbeitet. Die Idee der CDU, zügig mit allen Beteiligten einen runden Tisch einzurichten, wurde im Jugend-, Senioren-, Sozial- und Sportausschuss einstimmig beschlossen. Gleich am Tag danach startete bei den Eltern eine Abfrage, welche Notwendigkeiten und Wünsche sich für die Ferien ergeben.

Mitmischen werden Schulen und Kitas, Übermittagsbetreuungen und die OJA, Schulsozialarbeit und Jugendamt sowie Sportvereine. Die Runde soll keine geschlossene Gesellschaft sein, sondern offen für alle, die mithelfen wollen, in den Ferien Betreuungsangebote zu schaffen. Simon Handrup (UWG) klopfte gleich für die Ferienlager an: „Da alle Lager abgesagt sind, müssen mehr Kinder als in den vergangenen Jahren vor Ort betreut werden. Die Lagerteams brennen darauf, etwas vor Ort anzubieten“, sprach er als Mitglied des Leitungsteams des Kolpingferienlagers.

Die Verwaltung sitzt schon an dem runden Tisch. Sie hat die Bedarfsabfrage bei den Eltern vorbereitet und sorgt dafür, dass die immer neuen Anweisungen, Verordnungen und Vorschriften für diesen Bereich aktuell gehalten werden. „Im Moment sieht es besser aus als vor zwei, drei Wochen“, informierte Fachbereichsleiter Thomas Stohldreier. Es dürfe mit Gruppen von zehn bis 15 Kindern gearbeitet werden. Für die ersten drei Ferienwochen stelle man sich drei Gruppen zu zehn bis zwölf Kindern in Ascheberg vor. Die OJA könne im zweiten Teil der Ferien in jedem Dorf eine Gruppe anbieten. Bei einem höheren Bedarf müsse das Angebot ausgeweitet werden. Dabei sollen Räume genutzt werden, die wegen Corona oder wegen der Ferien leer stehen. „Da ist die Fantasie der Verwaltung gefordert“, beschrieb Hans-Werner Schlottbohm (UWG) eine Aufgabe.

Streit gab es nur an einer Stelle: Die konkreten Vorarbeiten waren viel weiter fortgeschritten als der weitestgehend abstrakt formulierte Antrag der CDU es erahnen ließ. Den Vorwurf der SPD, der Antrag des politischen Gegners greife zu kurz, es müsse Personal und Geld bereitgestellt werden, wurde von Maria Schulte-Loh (CDU) vehement als billiger Wahlkampf zurückgewiesen: „Wir haben ein Feld besetzt, das Sie gerne hätten. Da mussten Sie auf unseren Antrag noch etwas draufsetzen.“ Am Geld, da war die Runde einig, werde es nicht scheitern. Bis zum Haupt- und Finanzausschuss sehe man vielleicht schon klarer und könne dort Mittel bereitstellen.

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