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Immer mehr Bestattungsformen und Gebührenkalkulationen

Großer Wandel auf dem Friedhof

Ascheberg

Wenn die Gemeinde Gebühren kalkuliert, dann produziert sie einen großen Stapel Papier. Bei den Friedhofsgebühren ist er gewachsen. Denn es gibt inzwischen viele Möglichkeiten von letzten Ruhestätten für Verstorbene.

Theo Heitbaum

Friedhof Ascheberg Foto: Theo Heitbaum

Wenn die Gemeinde Gebühren kalkuliert, dann produziert sie einen großen Stapel Papier. Bei den Friedhofsgebühren ist er gewachsen. Denn es gibt inzwischen viele Möglichkeiten von letzten Ruhestätten für Verstorbene.

Die Verwaltung hat für die „Westfälischen Nachrichten“ Zahlen in Fünf-Jahres-Schritten für die Friedhöfe in Ascheberg und Herbern zusammengestellt. Vergleichbares für den Davensberger Friedhof gibt es nach Rücksprache mit der Kirchengemeinde, die ihn betreibt, nicht. Der Wandel ist an den Zahlen gut abzulesen. 1999 war bei 121 Bestattungen nur eine Urnenbeisetzung, 2004 wurde keine Urnenbeisetzung notiert.

In Ascheberg ließen die Angehörigen 2009 knapp mehr Verstorbene im Sarg (27) als in der Urne (22) beisetzen. In Herbern kippt das Verhältnis erst im Jahr 2019 mit 28 Urnen- und 25 Grabbestattungen.

Kalkuliert hat die Verwaltung für gleich zehn Möglichkeiten, Verstorbenen einen letzten Ruheplatz zukommen zu lassen: Wahlgrab, Urnenwahlgrab, Grabstelle in einer Grabkammer, Reihengrab, Urnenreihengrab, Kindergrab, halbanonymes Reihengrab (Erdbestattung), halbanonymes Urnengrab, anonymes Urnengrab, Außenkolumbarium (Doppelgrabstelle).

Die Gebühren werden in mehreren Schritten ermittelt. Kosten entstehen für die Grabstätte, fürs Bestatten, das endgültige Herrichten der Grabstelle sowie zum großen Teil das Nutzen der Trauerhalle und der Friedhofskapelle. Möglich ist es, für die Laufzeit eines Grabes eine Pflegegebühr zu entrichten. Bei anonymen und halbanonymen Urnengrabfeldern sind das 99 Euro für die Dauer von 20 Jahren, bei halbanonymen Rasengrabfeldern (Erdbestattung) für 30 Jahre 727 Euro.

Für ein Doppelwahlgrab im Jahr 2021 hat die Verwaltung Gebühren von 3867,89 Euro errechnet. Das sind 82,45 Euro mehr als im laufenden Jahr. Die Gebühren setzen sich zusammen aus den Erwerbsgebühren von 2942,89 Euro, den Herrichtungsgebühren von 396 Euro und der Bestattungsgebühr von 529 Euro. Auf dem Friedhof Ascheberg kommen noch Gebühren von 632,98 Euro fürs Benutzen der Trauerhalle hinzu. Macht in Summe rund 4500 Euro. In Herbern werden in der Regel die Räumlichkeiten eines Bestatters und nicht der Gemeinde genutzt.

Bei einem Reihengrab wurden 2198,44 Euro als Gebühren errechnet. Das sind 68,72 Euro mehr als im laufenden Jahr. In Ascheberg sind am Ende 2831,42 Euro fällig.

Für ein halbanonymes Rasenreihengrab hat die Verwaltung 3241,40 Euro an Gebühren für das nächste Jahr beispielhaft errechnet. Das sind 80,98 Euro mehr als in diesem Jahr.

Bei den Urnenbestattungen hat die Verwaltung für ein Urnenwahlgrab, das zwei Grabstellen beinhaltet, 1723,66 Euro, ein Urnenreihengrab 1020,28 Euro, ein halbanonymes Grabfeld 1667,91 Euro zuzüglich der Kosten für die Gravur und für ein anonymes Grabfeld 925,24 Euro an Gebühren errechnet. Bei einer Doppelgrabstellen in den Außenkolumbarien in Ascheberg und Herbern fallen Gebühren von 2175 Euro an. Diese Bestattungsform ist erst vor wenigen Jahren mit dem Bau der Kolumbarien hinzugekommen, wird aber schon stark nachgefragt. In Ascheberg wurde es darum schon erweitert. Alle Einzelheiten zu den Gebühren sind über das Bürgerportal der Gemeinde Ascheberg nachzulesen.

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