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Arbeitsgruppe „Natur und Pflege“

Gründer Voss übergibt an Walter

Ascheberg

Die Bänke-Welt rund um Ascheberg war in einem bemitleidenswerten Zustand, als Alfons Voss die Gruppe „Natur und Pflege“ gründete. 22 Jahre später sehen sie top aus. Jetzt zieht der Gründer sich zurück.

Von Theo Heitbaum

Auf einer Bank an der Breilklause vollzieht sich der Führungswechsel bei der Gruppe „Natur und Pflege“. Lutz Walter (r.) wird schrittweise in die Fußstapfen von Alfons Voss (2.v.l.) treten. Reinhard Baumhöver (l.), Bürgermeister Thomas Stohldreier (2.v.r.) und das gesamte Team stärken ihm den Rücken. Foto: Theo Heitbaum

Wenn Fußgänger oder Radfahrer bei einer Runde ums Dorf eine Pause einlegen wollen, finden sie dafür gut gepflegte Bänke. Rund um Ascheberg sind 76 dieser Rastmöglichkeiten geschaffen worden, in Davensberg 30. Ihren guten Zustand verdanken sie keinen nächtlichen Heinzelmännchen. Dafür gibt es schon seit 1999 die Gruppe „Natur und Pflege“. 22 Jahre war Alfons Voss der Kopf der ehrenamtlichen Handwerker. Jetzt gibt er den Staffelstab an Lutz Walter weiter.

Alfons Voss hat sich als Wegewart vorher schon um die Schilder für Radwege in der Gemeinde gekümmert. 1998 kam dann der damalige Bürgermeister Dieter Emthaus auf ihn zu. „Er sagte mir, die Bänke seien in einem schlechten Zustand. Ob ich mir vorstellen könne, mich darum mit einer Gruppe zu kümmern“, blickt Voss zurück. Der Mann von der Altefeldstraße konnte sich das nicht nur vorstellen, er packte die Aufgabe an und suchte erfolgreich Mitstreiter. Voss hat das Talent, Menschen für Dinge zu begeistern. Fünf Jahre später rief er beispielsweise die Gruppe „Speiche 04“ ins Leben.

„Da stand nicht viel und die meisten Bänke waren kaputt“, blickt Voss auf den Start zurück. Das bemitleidenswerte Bild änderte sich schon im ersten halben Jahr. Im März 1999 spuckten die Männer erstmals in die Hände, im September berichteten die WN über 50 neue Bänke. So gut wie der Start war auch das Stehvermögen der Gruppe. Bis heute kümmert sich das Team um die Bänke, deren Aussehen sich über die Jahre verändert hat. Die Zeit der schweren Eichenholz-Konstruktionen ist vorbei. Heute sehen die Bänke gleich aus. Ist mal eine Rückenlehne marode, kann sie problemlos aus dem Fundus ausgetauscht werden. Dort, berichtet die Gruppe während eines Treffens bei Frenking, fehlt allerdings Holz. Auch Spenden für Farbe sind willkommen. Und weitere Mitstreiter werden mit offenen Armen empfangen.

Dem Gründer und guten Geist der Gruppe lag aus persönlichen Gründen bei dem Treffen etwas anders im Magen: „Die Arbeit muss weiterlaufen, wenn ich mal weniger Zeit habe. Deswegen möchte ich mich zurückziehen.“ Mit Lutz Walter präsentierte Voss einen Mann, der sich langsam in das Thema einarbeiten will. Einen Ascheberger, der als Handballchef beim TuS Ascheberg und als Leiter der Ehrenabteilung der Feuerwehr Ascheberg gezeigt hat, dass er vorangehen kann.

Die Gruppe wählte ihn einstimmig an die Spitze. Reinhard Baumhöver und Jürgen Köppen werden ihn mit dem gesamten Team unterstützen. „Es wird einige Zeit dauern, bis ich alles kennengelernt habe“, baut Walter darauf, dass Voss noch länger dabei bleibt.

Mit im Boot ist seit Beginn die Gemeinde Ascheberg. Bürgermeister Thomas Stohldreier war Gast des Treffens und sagte auch für die Zukunft Unterstützung zu: „Es ist eine Freude, die Bänke zu sehen. Sie sind super gepflegt. Das ist nicht überall so.“ Als Dankeschön finanzierte die Gemeinde bisher eine Sommertour für die Ehrenamtlichen.

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