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Gewerbegebiet Ondrup

Grüne fordern Ausgleich vor Ort

Herbern

Die Grünen in der Gemeinde Ascheberg haben für die Gewerbegebietspläne in Herbern gestimmt. Jetzt äußern sie sich zu den Inhalten.

wn

Das Gewerbegebiet Ondruper Straße wird östlich an den Ort angefügt. Foto: Theo Heitbaum

Die Grünen in der Gemeinde Ascheberg haben für die Gewerbegebietspläne in Herbern gestimmt. Jetzt äußern sie sich zu den Inhalten: „Nach langen Jahren der Stagnation im Bereich der Gewerbeentwicklung in Herbern werden jetzt durch die Ausweisung von entsprechenden Flächen wieder Zukunfts- und Weiterentwicklungsoptionen aufgezeigt. Arbeitsplätze entstehen, Herbern kann sich weiterentwickeln. Dass die Firma Euroroll Herbern verlassen hat, weil eine geeignete Gewerbefläche fehlte, war schon sehr schmerzhaft. Gute, standortnahe Arbeitsplätze gingen verloren, erhebliche Verluste bei den Gewerbesteuereinnahmen sind die Folge. Insofern ist es so wichtig, den ortsansässigen Firmen durch die Ausweisung neuer Gewerbegebiete Perspektiven aufzeigen zu können und auch für die Ansiedlung neuer Firmen die Voraussetzungen zu schaffen.“

Die Grünen begrüßen ausdrücklich, dass für die Feuerwehr von Herbern ein neuer Standort in diesem Gebiet gefunden wurde und nunmehr die notwendigen Gebäude und Sozialräume errichtet werden können. Für die gesamte ehrenamtliche Mannschaft der Feuerwehr stellt dies eine große Erleichterung dar.

Heinz Wesselmann, Marie-Luise Voss und Jakob Griese verweisen in einer Mitteilung auch auf deutliche Nachteile: „Sehr schmerzlich für uns Grüne ist natürlich der erhebliche Flächenverbrauch. Hier werden wir weiterhin für standortnahe Ausgleichsflächen kämpfen, damit dem Artensterben entgegenwirkt und den Insekten wieder Raum zurückgegeben wird.“ Weitere Nachteile seien Immissionen und zusätzlicher Verkehr, die in einem Gewerbe/Industriegebiet anfallen.

Äußerungen von Gegnern dieses Gebietes, eine „Müllverbrennungsanlage“, eine „Tierverwertungsanlage“ oder „Schwerindustrie“ könnten entstehen, halten die Grünen angesichts des Flächenangebots allerdings für völlig unrealistisch. Hinzu komme, dass die Gemeinde als Eigentümerin die Hoheit habe, bei der Vergabe der Flächen Vereinbarungen etwa zum Immissionsschutz zu treffen. Zudem würden über einzelne Baugenehmigungsverfahren Immissionswerte festgesetzt. Die Vorteile für Herbern mit dem großen Entwicklungspotenzial überwögen aber.

Für die Zukunft wollen die Grünen verstärkt auf die transparente und umfassende Information und Beteiligung der Bürger; die Minimierung aller Umweltbelastungen; die Ausstattung der bebauten Flächen mit Begrünung, PV-Anlagen, Regenwasserversickerung und die nachhaltige, standortnahe Gestaltung der Ausgleichsflächen achten, schließt die Mitteilung.

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