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Förderprogramm der Gemeinde

Grüne fordern für Hilfen bei Photovoltaik klare Vorgaben

Ascheberg

Die Grünen in Ascheberg fordern ein Förderprogramm, um den Einsatz regenerativer Energie anzufachen. Verwundert reagiert die Öko-Partei, wie mit ihrem Vorstoß umgegangen wird.

Die Grünen fordern klare Vorgaben für das Fördern weiterer privater Photovoltaikanlagen. Foto: Theo Heitbaum

„Das Klimathema hat es geschafft! Raus aus der versponnenen grünen Ecke hinein in die breite Öffentlichkeit. Wen würde das mehr freuen als die Grünen selbst. Wir brauchen mehr erneuerbare Energien, viel mehr! Denn sonst klappt es nicht mit der Digitalisierung, mit der Elektromobilität, mit der Produktion von grünem Wasserstoff und der klimaneutralen Wirtschaft“, schreiben die Ascheberger Grünen in einer Mitteilung.

Sie hatten bereits eine Anfrage zur Förderung von Photovoltaik-Anlagen und Speichern im Nachhaltigkeitsausschuss gestellt. Dafür seien im aktuellen Haushalt keine Mittel vorhanden, habe damals die Zurückweisung des Anliegens gelautet. Erst für den Haushalt 2022 könne ein entsprechender Antrag gestellt werden.

Förderprogramm nach Sendener und Lüdinghauser Vorbild?

Auch im Klimaforum sei der Vorschlag der Grünen bereits zur Sprache gekommen, ein Förderprogramm für Photovoltaik auf Gemeindeebene nach Sendener und Lüdinghauser Vorbild aufzulegen. Denn in den Nachbargemeinden riefen die Programme ein positives Echo in der Bevölkerung hervor. Im Mai formulierte Heinz Wesselmann, Mitglied der Grünen-Ratsfraktion, einen schriftlichen Antrag an die Gemeinde mit der Bitte, aus dem Finanztopf des Klimaforums ein solches Förderprogramm zu finanzieren. Das sei mit einem Schreiben vom 29. Juni abschlägig beschieden worden. Hier lautete der Hinweis, man könne „in den Etatberatungen für das Haushaltsjahr 2022 im dafür zuständigen Ausschuss einen entsprechenden Antrag stellen“.

Jetzt sind die Grünen überrascht, dass ihr Impuls von der CDU Ascheberg in einen Antrag aufgegriffen wird. Die Christdemokraten fordern ein gemeindeeigenes Förderprogramm. Dies begrüßen die Grünen ausdrücklich, da es im Kern ihrer Initiative entspricht: „Wir hoffen, dass alle Parteien diese Maßnahmen, die uns den Klimazielen einen kleinen Schritt näherbringen, unterstützen.“

Lediglich ein Vorschlag zur Höhe des Förderprogramms wurde von der CDU in der Pressemitteilung nicht gemacht. Die Grünen plädieren für ein Modell analog zu dem in Senden mit einer Fördersumme von 50 000 Euro: Mit 100 Euro pro Kilowatt-Peak sollen neue PV-Anlagen gefördert werden (maximal 500 Euro). Batteriespeicher wollen die Grünen ebenfalls mit 100 Euro pro Kilowatt fördern (maximal 500 Euro). Letzteres soll auch für Speicher gelten, die erst jetzt an bereits installierte Anlagen angeschlossen werden.

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