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Geplanter Ausbau der Bahnstrecke Münster-Lünen

Halbstundentakt bleibt im Fokus

Ascheberg

Die Interessen von Anrainer-Kommunen wie Ascheberg müssen beim geplanten Ausbau der Bahnstrecke Münster-Lünen berücksichtigt werden. Dafür spricht sich Joachil Künzel, Geschäftsführer des Zweckverbandes für den Schienenpersonennahverkehr in Westfalen-Lippe, aus.

Von Ulrich Reismann

Die Bahnstrecke zwischen Lünen und Münster soll in den kommenden Jahren zweigleisig ausgebaut werden. Joachim Künzel, Geschäftsführer des Zweckverbandes für den Schienenpersonennahverkehr, ist zuversichtlich, dass auch kleine Bahnhöfe wie Ascheberg profitieren werden. Foto: Matthias Ahlke

„Es kann nicht sein, dass hier mehrere Hundert Millionen Euro ausgegeben werden, und die Anrainer-Kommunen haben nichts davon. Ich bin optimistisch, dass es auch nicht so kommen wird“. Das erklärte der Geschäftsführer des Zweckverbandes für den Schienenpersonennahverkehr in Westfalen-Lippe(NWL), Joachim Künzel, den Vertretern der Kreise auf der jüngsten Verbandsversammlung in Münster. Zum zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Münster-Lünen (insbesondere zu dessen Umfang) würden weitere Gespräche mit Berlin geführt, und er sei sehr zuversichtlich, dass diese zu einem guten Ergebnis gebracht werden können. Das Land NRW habe eine Co-Finanzierung zugesichert, die auch ungemein hilfreich sei, doch gehe es hier insgesamt um solch hohe Summen, die ohne den Bund unmöglich zu schultern seien.

Skeptische Haltung in Berlin

Dass man in Berlin „nicht gerade die größten Freunde dieses Projektes“ habe, sei schon unter der alten Bundesregierung bekannt gewesen, beschrieb Künzel die „schwierige“ Ausgangslage. Und daran habe sich auch nach dem Regierungswechsel „leider nichts geändert“ (das Bundesverkehrsministerium wird seitdem von der FDP geführt). Künzel zeigte sich dennoch überzeugt davon, „dass der Bund die angestrebte Verkehrswende auch auf dieser Strecke mit den erforderlichen Mitteln unterfüttern wird“. Denn nur mit einer Verkehrswende würden sich die vom Bund selbst festgeschriebenen Klimaschutzziele erreichen lassen. Und dann werde es auch möglich sein, zwischen Münster und Ascheberg einen Halbstundentakt mit Halten in Davensberg und Amelsbüren zu fahren.

Im März war – nachdem der Ascheberger Kreistagsabgeordnete Ludger Wobbe (CDU) nachgehakt hatte – bekannt geworden, dass nach einem Streckenausbau lediglich der Rhein-Ruhr-Express zusätzlich aufs Gleis gesetzt werden sollte, welcher nur in Lünen und Werne hält. So war es in den ursprünglichen Plänen vorgesehen. Für Ascheberg und die anderen kleineren Bahnhöfe hätte der Ausbau demnach keinerlei Vorteile gebracht. Beim NWL ist man nun aber guten Mutes, auch für eine zweite stündliche Regionalbahn noch genügend Geld und Gleise zusammenzubekommen.

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