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Gemeinde und Kreis schaffen neue Beratungsangebote

Hilfe für Helfende und Ukrainer

Ascheberg

Besonders mit Blick auf die neuen Rahmenbedingungen, die sich ab dem 1. Juni ergeben, gibt es in der Gemeinde und auch im Kreis Infoangebote für aus der Ukraine Geflüchtete und Helfende. In Ascheberg wird in der Unterkunft am Breil zudem eine offene Sprechstunde eingerichtet.

Von Ann-Christin Frank

Die Zuständigen des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises, Vasyl Dachauer (v.l.), Foto: acf

Die Hilfsbereitschaft der Bürger in der Gemeinde ist groß, viele engagieren sich auf unterschiedlichste Weise für die Geflüchteten aus der Ukraine, leisten emotionalen Beistand, bieten ihre Sprachkenntnisse an, begleiten bei Behördengängen oder haben auch Menschen bei sich aufgenommen. Natürlich kommen im Zuge der Hilfe auch viele Fragen auf, mit denen die Helfenden überfordert sind.

Besonders mit Blick auf die neuen Rahmenbedingungen, die sich ab dem 1. Juni ergeben, gibt es in der Gemeinde und auch im Kreis Infoangebote, die in dieser Situation weiterhelfen. Diese hat die Gemeinde nun gemeinsam mit Vertretern des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises und der Flüchtlingshilfe im Zuge einer Veranstaltung vorgestellt. Angesichts der Länge der Veranstaltung, die aufgrund vieler Zwischenfragen der Helfenden beinahe vier Stunden dauerte, zeigte sich noch einmal die Notwendigkeit, wichtige Anlaufstellen zu kommunizieren, damit die Helfenden sich untereinander besser vernetzten können oder wissen, wo sie sich hinwenden können. „Immer donnerstags von 13 bis 17 Uhr gibt es im Sozialraum der Gemeinschaftsunterkunft am Breil 5 eine offene Sprechstunde für Menschen mit Einwanderungsgeschichte“, informiert Bodo Dreier vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises.

Besonders viele Fragen ergeben sich für Helfende zum 1. Juni. Ab dann können geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer Grundsicherung erhalten. Der Wechsel aus dem Asylbewerberleistungsgesetz in die Grundsicherungssysteme erfolgt zu diesem Stichtag. Voraussetzung für den Erhalt der Leistungen ist, dass die Betroffenen einen Aufenthaltstitel/Fiktionsbescheinigung beantragt haben, im Ausländerzentralregister erfasst wurden und sich bei einer Krankenkasse gemeldet haben. Die vielen behördlichen Bedingungen und vor allem die Verzögerungen bei der Umsetzung der Vorgänge zerren an den Nerven der Helfenden und Geflüchteten, wie bei der Infoveranstaltung deutlich wurde. Doch schon während des Termins und auch darüber hinaus versucht Bürgermeister Thomas Stohldreier an Besonnenheit der Helfenden zu appellieren. „Die Menschen aus der Ukraine sind hier zunächst einmal alle gut an- und auch untergekommen und werden auch mit Leistungen versorgt“, erklärt er und ergänzt: Bis Ende August gibt es zudem eine Übergangsfrist. Diese befreit die Kriegsflüchtlinge zunächst von der Erfordernis eines gültigen Aufenthaltstitels.

Infoveranstaltung für Geflüchtete

„Es ist derzeit zwar viel im Umbruch, aber niemand muss sich Sorgen machen, dass Leistungen nicht gezahlt werden. Es gibt einfach einige Fragen, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geklärt werden können“, beschwichtigt er auch mit Blick auf mögliche Übersetzungsleistungen für Dokumente, für die die Kostenübernahme noch nicht geklärt ist. Die Sprechstunden seien extrem wichtig.

Zudem sollten die Ukrainer einfach alles schon mal einreichen, was bisher da ist. Fehlende Dokumente könnten nachgereicht werden. „Wir lassen niemanden allein, denn Wohnraum und Finanzen sind da“, so der Bürgermeister. Um sich noch einmal gezielt an die Geflüchteten zu richten, veranstaltet die Gemeinde am 10. Juni (Freitag) um 10 Uhr im großen Bürgerforum eine Infoveranstaltung bei der auch Dolmetscher zugegen sein werden.

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