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OJA-Workshop „Lernt Skateboarden von der Pike auf“

„Hinfallen, aufstehen, weiter geht‘s“

Ascheberg

Der Spaß stand beim zweiwöchigen Skateboard-Workshop der OJA im Vordergrund. Doch so „ganz nebenbei“ wurden auch das Selbstbewusstsein und die soziale Kompetenz der Kinder und Jugendlichen gestärkt. „Hinfallen, aufstehen, weiter geht‘s“, lautete die Devise.

Von Tina Nitsche

Der OJA-Skateboardworkshop hat den Kindern und Jugendlichen viel gebracht. Selbstbewusst nahmen sie die Rampe und standen sicher auf den Boards. Foto: tani

Benno steht auf dem Skateboard und steuert zielsicher die kleine Rampe an. „Vorher konnte ich nicht Skateboardfahren, für die Woche habe ich mir ein Board ausgeliehen, und zum Geburtstag wünsche ich mir mein eigenes“, verrät der Junge. Die Begeisterung ist ihm im Gesicht regelrecht abzulesen. Benno hat genau wie viele andere acht- bis 16-jährige Kids und Jugendliche die gesamte zweite Ferienwoche nachmittags etwas vorgehabt. Denn in dieser Zeit fand an der Skateranlage „Halfpipe“ täglich der OJA-Work­shop „Lernt Skateboarden von der Pike auf“ statt.

OJA-Mitarbeiter Dirk Hermann hatte die Teilnehmer dabei fest im Visier. „Wahnsinn, was die Kids hier innerhalb kürzester Zeit gelernt haben. Am Montag die ersten Versuche und jetzt, schau mal, wie selbstsicher sie auf ihren Boards stehen“, ist er begeistert. Dieser Umstand ist den beiden SkateAid-Trainern Jonas Steinert und Niklas Bertels zu verdanken, denn sie haben den Nachwuchs angeleitet. SkateAid aus Münster selbst fungiert bei diesem Programm, das über Projektmittel „Aufholen nach Corona“ finanziert wurde, als Kooperationspartner.

Trainer Jonas Steinert hatte auch Anschauliches im Gepäck, das er den Kindern und Jugendlichen beim OJA-Skateboard-Workshop zeigte. Foto: tani

Benno hat mittlerweile die Rampe erreicht, saust hoch und vollzieht eine 180-Grad-Drehung oder, um es im Fachjargon auszudrücken: einen Oneeighty. Auch Freund Conrad nimmt voller Elan und Begeisterung Kurs auf die Rampe. „Der beste Skater ist nicht der, der die meisten Tricks drauf hat, sondern der, der am meisten Spaß an diesem Sport hat“, verrät Trainer Jonas Steinert währenddessen. Und eben dieser Spaß ist auf dem Gelände am Dieningrohr nicht zu übersehen. Natürlich finden auch die Tricks großen Anklang. Piet zumindest begeistern eben diese am meisten. Luisa hingegen liebt die Rampen. Gut, dass da ab und an auch mal einer vom Board purzelt oder hinfällt. „Das gehört dazu“, sagt Trainer Niklas. Conrad, der auch schon hingefallen ist, sieht das pragmatisch: „Hinfallen, aufstehen, weiter geht’s.“

Selbstbewusstsein und soziale Kompetenz gefördert

Schnell hat der Junge gemerkt, dass auch das Gleichgewicht eine Rolle bei dieser Sportart spielt. „Aber dieser Workshop, der ist echt klasse, wir haben soviel gelernt“, zollt er dem Trainer-Duo ein dickes Lob. Denen geht es vor allem aber auch darum, das große Ganze zu sehen. „Skateboardfahren dient nämlich auch dazu, das Selbstbewusstsein und selbstbewusstes Handeln zu fördern. Kurzum: Skateboardfahren ist eine sogenannte intrinsische Motivation mit pädagogischem Werkzeug“, erklärt Jonas Steinert. OJA-Mitarbeiter Dirk Hermann ergänzt das noch um einen weiteren wichtigen Aspekt: „Bei diesem Workshop wird überdies die soziale Komponente gefördert. Denn es geht auch um das Miteinander. Die Kids lernen nicht nur auf die eigenen Fähigkeiten, sondern auch auf ihr Umfeld zu achten.“

Die Mischung macht es bei diesem Workshop, und diese war mehr als erfolgreich. Am Ende hat es Lob von beiden Seiten gegeben und so manches Kinder hat eine neue sportliche Leidenschaft für sich entdeckt.

Für alle Kinder und Jugendlichen, die das im Skateboard-Workshop Erlernte weiter ausbauen wollen oder Lust haben Skateboard zu fahren, hat das OJA­Team eine weitere gute Nachricht: Ab (17. Oktober) können Boards und Schutzkleidung, dank einer Spende, kostenlos in der OJA in Ascheberg ausgeliehen werden.

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