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Tier-Therapie im Altenheim

Hühnerhaufen beflügelt Malteserstift

Herbern

Ein „bunter Hühnerhaufen“ ist im Malteserstift einquartiert worden. Der Geflügelzuchtverein Eintracht Herbern hat die Tiere für ein Projekt des Altenheims gespendet. Die Hühner beleben den Alltag und dienen sogar therapeutischen Zwecken.

Von Isabel Schütte

Hausleiterin Nicole Fischer nahm die gefiederten Freunde für den Malteserstift St. Benedikt aus den Händen von (v.l.) Felix Frenking, Clemens Krampe und Rainer Nienhaus entgegen. Foto: Isabel Schütte

Vier geflügelte Mitbewohner sorgen im Malteserstift St. Benedikt für gute Laune bei Senioren und Mitarbeitern. Und obendrein eignen sich die gefiederten Freunde auch noch zur Therapie bei Demenzpatienten. „Das Hühnerprojekt habe ich schon länger im Auge, im Rahmen des Böhm-Projektes“, berichtet Hausleiterin Nicole Fischer.

Nach monatelanger Recherche war es jetzt endlich soweit: In Kooperation mit dem Geflügelzuchtverein Eintracht Herbern wurden vier Hennen in ein optimal vorbereitetes Außengehege eingesetzt. Felix Frenking brachte eine Seidenhenne mit, Clemens Krampe hatte das Huhn seiner Schwester Franzi, ein Niederrheiner-Gelbsperber, auf dem Arme und der Vorsitzende des Vereins, Rainer Nienhaus, hatte sogar zwei Hühner im Gepäck. Eines aus seiner Zucht und ein Zwerg-Welsumer von Züchter Stefan Bomholt. „Ein bunter Hühnerhaufen sozusagen. Die müssen sich jetzt erst einmal zusammenfinden und untereinander eine Rangordnung schaffen“, stellte Nienhaus fest.

Artgerechte Haltung im Fokus

Nicole Fischer und ihr Team haben im Vorfeld sehr gute Vorarbeit geleistet, attestierte der Geflügelzüchter. Ein Stall und spezielle Zäune wurden angeschafft. Auch die artgerechte Tierhaltung ist Nicole Fischer ein großes Anliegen. Dieses Thema wurde im Zuge der zuvor angestellten Recherchen immer präsenter. So haben die Tiere im Garten des Malteserstiftes viel Auslauf. Gleichzeitig erhalten die Senioren zur Fütterungszeit eine Aufgabe. „Das Informationsmaterial vom Geflügelzuchtverein beantwortete auch die letzten offenen Fragen“, so die Heimleiterin.

Als Rainer Nienhaus bei der Übergabe die Tiere zusammenbringen wollte, flüchtete direkt eins – wollte sich offenbar auf die „große Flatter“ begeben. Doch das Huhn war schnell wieder eingefangen und wurde dann vorerst zu seinem Glück gezwungen. „Das ist ein Paradies für die Tiere, das werden die auch noch feststellen“, betonte Nienhaus.

Als Dankeschön für die Unterstützung des Projektes überreichte Nicole Fischer kleine Präsente an die Geflügelzüchter. Aber auch Rainer Nienhaus hatte ein Geschenk mitgebracht – einen Blumenstrauß. Denn der Ehrenvorsitzende des Geflügelzuchtvereins Wilhelm Grönewäller hatte am Freitag seinen 69. Hochzeitstag. Grönewäller befindet sich zurzeit in Herbern in Kurzzeitpflege, konnte den Blumengruß aus gesundheitlichen Gründen jedoch nicht persönlich entgegennehmen.

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