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Ascheberg

„Ich mag Leute vom Land“

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Ascheberg. Erst wollte er „Kommen und gehen“. Dann war er „Der Feminist“. Inzwischen ist Lutz von Rosenberg Lipinsky „Der letzte Mann“. Und der weiß Bescheid über die wirklich wichtigen Themen im Leben der männlichen Spezies: Frauen und Fußball. In Lutz von Rosenberg Lipinskys neuestem Programm treffen unvereinbare Gegensätze aufeinander. In neunzig Minuten erklärt der Stehplatzkarteninhaber von Arminia Bielefeld in seiner „Kommunikations-Kunde für Frauen“ Formulierungen wie „Verhärtung in der Leistengegend“, „Die Null muss stehen“ oder „Wir hatten Pech im Abschluss“, erläutert Regeln, warum man abseits gestellt werden kann, ohne es zu wollen, wer wann warum pfeift und worauf. Er blickt zurück auf die WM und schaut voraus auf die EM. Lutz von Rosenberg Lipinsky gastiert auf Einladung des Ascheberger Kunst- und Kulturvereins bereits zum dritten Mal in der Gemeinde Ascheberg. Anstoß in der Aula der Herberner Theodor-Fontane-Schule ist am Sonntag (13. April) um 19 Uhr. Im Vorfeld seines Auftritts hat der Comedian WN-Mitarbeiterin Nicole Klein-Weiland einige Fragen zu seinem Lebenslauf, Fußball und seinem Programm beantwortet.

Wie kommt man denn vom Studium der Theologie zur Comedy?

Lutz von Rosenberg Lipinsky: Beides ist gehobene Unterhaltung in Sprachform. Beides ist ein fulltime-Job. Nur die Comedy ist doch besser bezahlt. . .

Sie sind ja bereit zwei Mal (2001 und 2003) in Ascheberg aufgetreten. Welche Erinnerungen haben Sie noch daran (z.B. in Ihrem Tour-Tagebuch)?

Rosenberg Lipinsky: Nun, mir sind vor allem zwei tolle, gut besuchte Vorstellungen in Erinnerung. Hat Spaß gemacht! Und über die after show Party im Kellerlokal decken wir den Mantel des Schweigens... Nur so viel: Auch das war schön. Lecker.

Damals haben sie sich ja auf ihre ganz eigene Art Beziehungsproblemen und dem Thema Emanzipation gewidmet. Warum steht diesmal Fußball auf dem Programm?

Rosenberg Lipinsky: Es ist mein Lieblingsthema seit anno. Und die Zeit zwischen WM im eigenen Land und der Europameisterschaft in den beiden teilweise-deutsch-sprachigen südlichen Fussball-Schwellenländern erschien mir mehr als geeignet, mich meinem Hobby jetzt auch mal beruflich zu nähern.

Unterscheidet sich das Publikum auf dem „platten Land“ von dem in Großstädten?

Rosenberg Lipinsky: Ja! Es ist nicht so gestresst und nicht so arrogant. Ich mag das sehr.

Sie bezeichnen sich als „größten Arminia Bielefeld-Fan in der norddeutschen Tiefebene“. Da müsste ein Blick in die derzeitige Tabelle der ersten Bundesliga sie doch in Verzweiflung stürzen. . .

Rosenberg Lipinsky: Deshalb lese ich momentan nie den Sportteil und meide auch sonstige Informationen zu diesem Thema. Gleichzeitig sind wir ja sehr leidensfähig. Dieser Club ist nicht umsonst Rekordaufsteiger. Wir kommen aus dem Mittelgebirge. Irgendwie lieben wir dieses auf und ab.

Wie gefällt Ihnen Frauen-Fußball?

Rosenberg Lipinsky: Genauso gut wie beispielsweise die angeblichen Jahrhundertspiele Italien-Deutschland 1979 oder das WM-Finale 1974. Wenn sie nachts auf Phönix wiederholt werden. Herrlich entspannend!

Ist „Der letzte Mann“ eine Art moralische Vorbereitung auf die EM?

Rosenberg Lipinsky: Weniger moralisch als vielmehr praktisch. Da die Männer ja diesmal nicht so oft und leicht zum Public Viewing aus dem Haus gehen können, wie während der WM in Deutschland, sollte man schon einige Hilfestellungen geben für den häuslichen Frieden. Darüber hinaus wollen wir uns natürlich auch gemeinsam auf ein frühes Ausscheiden gegen Österreich vorbereiten. . .

Wer wird Europameister ?

Rosenberg Lipinsky: England jedenfalls nicht. Das ist das Wichtigste. Karten für „Der letzte Mann“ mit Lutz von Rosenberg Lipinsky sind im Vorverkauf bei der Westfalen-Tankstelle Brocks, Bücher Schwalbe und der Touristinfo in Ascheberg, Schreibwaren Angelkort in Herbern und Lebensmittel Elbers in Davensberg zu bekommen. Sie kosten im Vorverkauf elf Euro, an der Abendkasse 13 Euro, für Mitglieder zehn Euro. |www.kukaduh.de

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