1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ascheberg
  6. >
  7. Im Lockdown stets einsatzbereit

  8. >

Versammlung des Löschzuges Ascheberg der Freiwilligen Feuerwehr

Im Lockdown stets einsatzbereit

Ascheberg

Abzeichen-Rodeo auf den Schultern von Patrick Gallenkämper. Weil die Feuerwehr lange nicht tagen durfte, erhielt er zuerst die Schulterklappen des Feuerwehrmanns, dann des Oberfeuerwehrmanns. Auf der Versammlung war ein Urkundenstau aufzulösen.

Von Theo Heitbaum

Die Versammlung des Löschzuges Ascheberg der Freiwilligen Feuerwehr fand in der Fahrzeughalle statt. Foto: Theo Heitbaum

Der Dank an die Aktiven ist obligatorisch, wenn sich Feuerwehrleute versammeln. Sie sind 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr für die Menschen einsatzbereit. Das gilt auch für Pandemiezeiten. „Es gab keine große Einweihung fürs Gerätehaus, keine Dienstabende, keine Übungen, Versammlungen, Leistungsnachweise und Lehrgänge. Trotzdem habt ihr über zwei Jahre eine einsatzfähige Feuerwehr erhalten. Dafür kann das Lob nicht groß genug ausfallen“, erklärte Wehrführer Rainer Koch während der ersten Versammlung des Löschzuges Ascheberg seit Pandemiebeginn. Bei offenen Toren tagten die Feuerwehrleute in der Fahrzeughalle.

Löschzugführer Sven Kahl hatte zu dem Treffen viele Unterlagen mitgebracht, die sich mangels Versammlung angesammelt hatten. Der Stau an Urkunden nahm schon im Jahr 2019 seinen Anfang. Er wurde am Freitagabend ohne das übliche Dankeschön-Händeschütteln aufgelöst. „Schade, dass es nicht möglich ist“, erklärte Fachbereichsleiter Helmut Sunderhaus, der für die Gemeinde und den urlaubenden Bürgermeister Thomas Stohldreier dankte. Von der Ehrenabteilung erhielt er einen Untersetzer, bei dem in Afrika der heilige Florian aufgemalt worden war. Der ehemalige Löschzugführer Josef Klaverkamp hatte durch seinen guten Draht in den Senegal auch eine handgeschnitzte Floriansfigur für das neue Gerätehaus organisiert. „Ich habe per WhatsApp ein Bild geschickt. Die Figur ist aus einem Affenbrotbaum erstellt worden. Sie hat bei meinem letzten Besuch in einen Koffer gepasst“, erklärte Klaverkamp.

Lutz Walter übergibt die Floriansfigur an Sven Kahl Foto: Theo Heitbaum

Obwohl die Feuerwehrleute im Lockdown nichts durften, mussten sie aber da sein, wenn sie gerufen wurden. Kahl berichtete von 144 Einsätzen für die Freiwillige Feuerwehr Ascheberg auf Gemeindeebene und 89 Einsätzen für den Löschzug Ascheberg im Jahr 2020. In diesem Jahr sind die Ascheberger schon 76 Mal ausgerückt, zuletzt am Versammlungstag zwei Mal. Ein Brandmelder-Alarm erforderte kein Eingreifen, dazu kamen Nachlöscharbeiten. Der Löschzug zählt 58 aktive Mitglieder, 15 Urgesteine in der Ehrenabteilung und verbuchte sechs Neuzugänge. Kurios: Patrick Gallenkämper wurde doppelt befördert, weil die letzte Versammlung so lange zurücklag.

Von Name zu Name

Die Ehrenabteilung war am Ende um einen Kameraden reicher. Ulrich Hoppe, erster Vertrauensmann in Ascheberg, verabschiedete sich aus dem aktiven Dienst. Kahl dankte ihm dafür, dass er viele junge Leute bei Einsätzen an die Hand genommen und Wissen weitergegeben habe. Dazu für eine offene und ehrliche Meinung: „Uli hat gesagt, was er dachte und das hat uns gut getan.“

Startseite