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Erste Reaktion auf Baustellenverkehr in Ascheberg

„Im Mersch“ ist nur noch für Anlieger offen

Ascheberg

Der Verkehrsfluss rund um die Radwegebaustelle auf der B 58 bleibt ein vieldiskutiertes Thema. Ein erster Versuch, die Verkehrsströme in Richtung Lüdinghausen, die sich nach dem Einrichten der Einbahnstraße ergeben haben, zu regulieren, ruft teilweise Kopfschütteln hervor.

Theo Heitbaum

Ab Minikreisel ist die Alternativstrecke in Richtung Hohe Lucht für den Durchgangsverkehr seit Montag gesperrt. Foto: Theo Heitbaum

Der Verkehrsfluss rund um die Radwegebaustelle auf der B 58 bleibt ein vieldiskutiertes Thema. Ein erster Versuch, die Verkehrsströme in Richtung Lüdinghausen, die sich nach dem Einrichten der Einbahnstraße ergeben haben, zu regulieren, ruft teilweise Kopfschütteln hervor. Am Montag wurde dem Wunsch von Anliegern aus der Westerbauer gefolgt, die Straße „Im Mersch“ für die Durchfahrt zu sperren und nur noch für Anlieger offen zu lassen. Da der Verkehr aber nicht erst ab der Plaßstraße gestoppt wird, sondern schon am Minikreisel im Gewerbegebiet die Durchfahrt verboten wird, fahren Verkehrsteilnehmer, die einen Ausweg suchen, durch den Breil. Von dort wurde über zu viele Lkws geklagt. Anlieger des Westerhoven haben sich ebenfalls über mehr und schnelleren Verkehr sowie über Lkw-Gespanne mit fremden Kennzeichen beschwert.

Der aktuelle Eingriff in den Verkehrsfluss lässt außer Acht, dass es für den suchenden Verkehr an dieser Stelle eine Ursache geben muss. Offensichtlich werden die Schilder zwischen Autobahn und Kreuzung B 58/Davensberger Straße von zu vielen Verkehrsteilnehmern übersehen. Wer aber erst einmal geradeaus über die Kreuzung gefahren ist, hat später nur die Wahl ins Gewerbegebiet abzubiegen. Von dort landen Lkw nun vermehrt im Breil.

Gründe für die Einbahnstraßenregel

Christian Kahlau, Projektleiter Straßenbau bei Straßen.NRW in Coesfeld, erläutert, warum eine Einbahnstraße eingerichtet worden ist: „Durch die Einrichtung der Einbahnstraßenregelung erreichen wir im Vergleich zu einer Ampelregelung eine deutlich kürzere Bauzeit von insgesamt etwa fünf bis sechs Monaten. Die Baufirma kann somit „in einem Stück“ durchbauen, was gerade bei den Fräs- und Asphaltierungsarbeiten von großem Vorteil ist. Neben der strafferen Logistik, die auch zu einer verkürzten Bauzeit beiträgt, und der finanziellen Einsparung, wird nach Fertigstellung aus baulicher Sicht eine bessere Qualität erzielt.Ich verstehe die von Ascheberg kommenden Verkehrsteilnehmer, die natürlich ungern über mehrere Monate die Umleitungsstrecke in Kauf nehmen müssen. Hätte man sich jedoch dazu entschieden, beide Fahrtrichtungen mittels Ampelregelung offen zu halten, so hätte die gesamte Baustrecke von etwas 4,5 Kilometer in mindestens acht Bauabschnitte unterteilt werden müssen, die wiederum jeweils halbseitig gebaut werden müssten (gleich 16 unterschiedliche Abschnitte). Die Bauzeit würde sich dadurch im besten Fall verdoppeln. Natürlich würden wir mehrere Abschnitte gleichzeitig bauen, womit der Verkehrsteilnehmer innerhalb des Streckenabschnitts jedoch zwei bis drei Mal vor einer roten Ampel warten müsste. Dass bei der Vielzahl von Abschnitten eine Art „Flickenteppich“ mit vielen Nähten und somit Schwachstellen in der Asphaltdecke entstehen würde, genügt nicht unserem Anspruch an einer qualitativ hochwertigen Straße.Einen wichtiger Punkt, den ich hier nicht vergessen möchte und der ebenfalls klar für die Einbahnstraßenregelung spricht, ist die höhere Sicherheit für die Arbeiter vor Ort. Durch die halbseitige Bauweise mittels Einbahnstraße wird der Sicherheitsabstand vom arbeitenden Personal zum fließenden Verkehr erhöht. Dieser Aspekt gewinnt immer mehr an Bedeutung, da sich nur so die immer noch zu hohe Anzahl an teils schweren Unfällen mit dem Baustellenpersonal reduzieren lässt.“

Klar ist inzwischen, dass Forderungen, die temporären Halteverbote in Davensberg abzubauen, nicht umgesetzt werden. Christian Kahlau von Straßen.NRW erklärt dazu: „Die Halteverbote in Davensberg sind nicht dazu gedacht schneller zu fahren. Nach wie vor ist der Bereich Davensberg eine Ortsdurchfahrt, daran hat sich auch mit den Halteverbotsschildern nichts geändert. Die Halteverbote wurden erforderlich, weil die Bedarfsumleitungsstrecke der Autobahn aufgrund der Baumaßnahme verlegt wurde. Sie verläuft jetzt durch Davensberg. Der Sperrfall der Autobahn ist bereits am 6. April eingetreten und hat deutlich gemacht, dass die Halteverbote erforderlich sind.“

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