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Seniorenbeirat schafft neues Angebot für mobilitätseingeschränkte Bürger

In der Rikscha die Gemeinde erkunden

Ascheberg

Der Seniorenbeirat hat eine Rikscha angeschafft, mit der sich Menschen mit Mobilitätseinschränkungen durch die Gemeine kutschieren lassen können. Es sei für sie eine „schöne Möglichkeit“, den Wandel in der Gemeinde mit eigenen Augen wahrzunehmen, resümierte Bürgermeister Thomas Stohldreier bei der Übergabe der Rikscha.

-acf-

Maria Vennemann, Bewohnerin im Altenheim St. Lambertus und Karl-Heinz Bartsch, Vorsitzender des Seniorenbeirats (beide sitzend) drehen die erste Runde in der neuen Rikscha. Foto: acf

„Ich möchte so gerne mal wieder eine Runde durch die Bauerschaft drehen“, sagt Maria Vennemann, Bewohnerin im Altenheim St. Lambertus, die als erste in der neuen Rikscha Platz nehmen durfte. Angeschafft wurde diese durch den Seniorenbeirat auf Initiative des Vorsitzenden Karl-Heinz Bartsch.

Wandel mit eigenen Augen sehen

Die Bestellung der Rikscha mit elektrischem Antrieb – damit den Fahrern das Treten nicht so schwer fällt – erfolgte bereits im November des vergangenen Jahres. „Damals sollte die Lieferzeit rund 16 Wochen betragen“, erinnert sich Bartsch. Aufgrund der allgemein bekannten Lieferengpässe, konnte die Rikscha nun erst nach beinahe neun Monaten ihrer eigentlichen Bestimmung übergeben werden. In der Mobilität eingeschränkte Bürger sowie natürlich auch die Bewohner des Altenheims können sich von nun an in der Rikscha durch die Gemeinde kutschieren lassen und so auch wieder die Plätze besuchen, die aufgrund der Entfernung mit dem Rollator oder Rollstuhl nicht mehr so einfach erkundet werden können.

„Gerade weil sich derzeit so viele Plätze in der Gemeinde wandeln und umgestaltet werden, ist das eine schöne Möglichkeit, um den Wandel mal wieder mit eigenen Augen zu sehen und nicht nur davon erzählt zu bekommen“, bringt Bürgermeister Thomas Stohldreier die Bedeutung des neuen Gefährts bei der offiziellen Vorstellung der Rikscha auf den Punkt. „Untergestellt ist die Rikscha dauerhaft in einer Garage am Seniorenheim St. Lambertus. Dann müssen die Leute bei uns nur kurz anfragen, wenn sie sich die Rikscha ausleihen wollen“, erklärt Volker Eilermann, Leiter des Seniorenheims an der Biete.

Angebot soll auf Herbern ausgeweitet werden

Allerdings werden für die Rikscha noch Fahrer gesucht, denn das Transportieren von Senioren und auch das Lenken der beladenen Rikscha bedarf einiger Übung. „Deshalb bekommt jeder, der die Rikscha ausleihen will auch eine Einweisung und sollte einige Runden zur Übung drehen“, so Bartsch. Genau dies testeten die Mitglieder des Seniorenbeirates auch gleich selbst aus, damit das Rikscha-Angebot bald auch auf Herbern ausgeweitet werden kann. „Dort werden wir Gespräche mit der Tagespflege führen“, stellt Bartsch in Aussicht.

Wer sich als Fahrer melden möchte, kann dies unter

 0 25 93/6 09 12 30 tun.

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