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Sommerferienaktion des SV Davaria Davensberg

Integration unterm Rasensprenger

Davensberg

Unter dem Zeichen der Integration steht in diesem Jahr das Sommerferienprogramm des SV Davaria Davensberg. Dabei werden insbesondere geflüchtete Kinder aus der Ukraine mitgenommen – mit Erfolg. Neben den Klassikern wie Kanufahren oder ein Besuch im Hochseilgarten sowie Schwimmausflügen stand jetzt auch ein ganzer Tag mit Spiel, Spaß und Sport auf dem Sportplatz an.

Von Heidrun Riese

Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich über 60 Kinder auf dem Sportplatz von Davaria Davensberg. Dort konnten sie sich nicht nur sportlich, sondern auch artistisch austoben. Und zwischendurch gab es eine nasse Abkühlung unter dem Rasensprenger. Foto: Heidrun Riese

Die willkommene Abkühlung unter dem Rasensprenger wollte sich keines der 64 Kinder entgehen lassen, die am Mittwoch bei der Sommerferienaktion auf dem Sportgelände des SV Davaria Davensberg mitgemacht haben. Und das war nur eines von insgesamt 30 bewegungsreichen und unterhaltsamen Angeboten, mit denen die Blau-Weißen in diesen Wochen nicht nur gegen Langeweile helfen, sondern auch Integration fördern möchten.

Andrea Tegtmeier

Schon seit vielen Jahren stellt die Davaria in sämtlichen Schulferien verschiedene Aktionen für Kinder auf die Beine. „Das haben wir in Corona-Zeiten als besonders wichtig erachtet“, betont Andrea Tegt­meier. Zusammen mit ihren Kindern Lisa und Jonas, die beide Trainer bei den Blau-Weißen sind und das Sommerferienprogramm gemeinsam leiten, hat sie sich wieder eine Menge einfallen lassen. „Wir suchen die Sachen heraus, die gut bei den Kindern angekommen sind und gehen gerne dorthin zurück, wo wir uns bei vergangenen Ausflügen gut aufgehoben gefühlt haben“, verrät Andrea Tegt­meier, wie das Programm zusammengestellt wird.

Kanufahren sei zum Beispiel immer ein Renner, genau wie Klettern im Hochseilgarten, wofür es sogar mehrere Termine gibt. Stammgäste sind die Davensberger auch im Erlbad in Drensteinfurt. „Da fahren wir immer wieder hin, das machen wir sogar jeden Dienstag.“ Gerade in den heißesten Wochen des Jahres lockt das erfrischende Nass, das bei vielen der Davaria-Aktionen einen zentrale Rolle spielt, die Fünf- bis 14-Jährigen.

Diesmal hat Andrea Tegt­meier den Fokus aber auch ganz bewusst auf Integration gesetzt. Weil in den ersten beiden Ferienwochen immer das Zeltlager der Kirchengemeinde St. Anna stattfindet, war in den Teilnehmerlisten für das Programm der Blau-Weißen noch genügend Platz, um neben aus der Ukraine geflüchteten Kindern auch deren Eltern mitzunehmen. „Wir hatten das Ziel, in dieser Zeit so viel Vertrauen aufzubauen, dass die Kinder anschließend auch alleine zu unseren Aktionen kommen“, erklärt die Organisatorin und freut sich: „Das ist uns geglückt.“

Von den 64 Kindern, die am Mittwoch auf dem Sportplatz tobten, kamen zwölf aus der Ukraine. Tegtmeier betont: „Wir nehmen alle Geflüchteten mit!“ Möglich sei dies durch öffentliche Fördergelder, aber auch durch die Unterstützung von Sponsoren. Außerdem schätzt sie sich glücklich, dass zum zwölfköpfigen Helferteam auch zwei Dolmetscher mit Ukrainisch- und Russisch-Kenntnissen gehören. „Wir sind da sehr breitgefächert“, informiert Andrea Tegtmeier. Neben mehreren Rettungsschwimmern sind zum Beispiel auch ein Kampfsporttrainer und eine Ergotherapeutin dabei.

Jonas Tegtmeier

Spiel, Sport und Spaß – das stand am Mittwoch auf dem Programm. Fuß-, Hand- oder Zombie-Ball waren dabei ebenso angesagt wie Tanzen und verschiedene Zirkus-Aktionen: Jonglage, Hula-Hoop und Diabolo. Wer eine Pause von der Action unter der strahlenden Sonne wollte, konnte sich in die Malecke im Vereinsheim zurückziehen. Mittags gab es Pizza und wegen der hohen Temperaturen später noch Eis. „Wir achten darauf, die Kinder regelmäßig zum Trinken und Eincremen zusammenzurufen“, betont Jonas Tegtmeier. Und natürlich, wenn der Rasensprenger angestellt wird.

Noch nicht alle Termine des restlichen Sommerferienprogramms sind ausgebucht. Wo es noch freie Plätze gibt, kann bei Andrea Tegtmeier per E-Mail an ferienfreizeit2022@­gmx.de oder unter 0 15 73 / 5 49 09 14 erfragt werden.

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