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Verena Kriesinger berichtet im Fachausschuss

Integration wird aus dem Rathaus erfolgreich gemanagt

Ascheberg

„Fordern und Fördern“ heißt der Auftrag an Integrationsmanagerin Verena Kriesinger. Im Fachausschuss zog die Verwaltungsmitarbeiterin ihre Jahresbilanz.

-hbm-

Verena Kriesinger Foto: hbm

Integration wird eine Langzeitaufgabe. Dieser Satz ist 2015 genauso oft gefallen, wie immer neue Flüchtlinge untergebracht werden mussten. Die Gemeinde Ascheberg hat darauf reagiert und diese Aufgabe Verena Kriesinger als Integrationsmanagerin anvertraut. Sie zog am Dienstag im Jugend-, Senioren-, Sozial und Sportausschuss erstmals Bilanz.

Aktuell leben 128 leistungsberechtigte Flüchtlinge in der Gemeinde Ascheberg, 94 von ihnen beziehen Leistungen der Gemeinde, 34 schaffen es ohne diese Hilfe. Bei 59 dieser Personen laufe das Asylverfahren, und 57 seien geduldete Flüchtlinge. Bei einem Dutzend Menschen bestehe eine besondere Duldung, denn bei ihnen müsse erst die Herkunft geklärt werden, informierte Kriesinger.

Bisher 29 Zuweisungen im Jahr 2021

Nachdem es 2020 für Ascheberg 37 Zuweisungen gegeben habe, sei in der ersten Hälfte 2021 wegen Corona nichts passiert. Seit dem Sommer habe die Gemeinde 29 Personen aufgenommen, den größten Anteil hätten Flüchtlinge aus Afghanistan. In diesem Jahr seien zwei Pakistani ausgewiesen worden und acht Menschen aus Bangladesch freiwillig zurückgekehrt. „Die gute Zusammenarbeit mit der Rückkehrberatung des DRK hilft den Rückkehrwilligen und uns an der Stelle sehr“, berichtete Kriesinger.

Die Integrationsmanagerin hat in diesem Jahre 15 Asylbewerber in Vollzeit, sieben in Teilzeit und zwei in Ausbildung vermittelt. Das sei eine Gewinn für die Menschen und spare der Gemeinde Geld. „Es ist wichtig, weiter an den Arbeitschancen zu arbeiten. Die Flüchtlinge sind froh, dass sich jemand um sie kümmert“, zog Kriesinger ein Zwischenfazit.

Kursangebote im Breil und in Münster

Von 103 vermittelbaren Flüchtlingen seien 45 in Arbeit und 20 in einem Integrationskurs. Einer werde von der VHS im Breil angeboten. Dazu würden Personen zur German Language Academy in Münster geschickt. Wichtig sei, die Motivation, die beim Ankommen groß sei, gleich für erste Maßnahmen zu nutzen.

38 Personen sind unversorgt. Dazu gehörten schwangere Frauen und Mütter, die ihre Kinder betreuten. Aber eben auch Personen mit ungeklärter Identität, die nichts machen dürften. „Mit ihnen arbeiten wird daran, dass sie ihren Status selbst verbessern. Ich lade sie vor und frage bei der Ausländerbehörde, was fehlt.“ Teilweise seien die Menschen überfordert. Deswegen müsse man Klarheit schaffen und Bedenken ausräumen. Nach einem Wechsel in den normalen Duldungsstatus seien Kurs- und Arbeitsangebote möglich.

Von den anerkannten Flüchtlingen hätte 28 ein Vollzeit- und einer Person ein Teilzeitjob vermittelt werden können. „Der Bericht zeigt, dass Integrationsmanagement sich lohnt“, zog Fachbereichsleiter Bastin Meyer den Schlussstrich.

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