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Baugebiet Breilbusch wird erschlossen

Interesse übersteigt das Angebot

Ascheberg

Das Interesse ist täglich spürbar: Für die Grundstücke im neuen Baugebiet „Breilbusch“ lassen sich ein bis zwei Interessenten am Tag in die Liste der Gemeinde Ascheberg eintragen. Das liegt vielleicht auch an den moderaten Preisen.

Theo Heitbaum

Zwischen Nordkirchener Straße und aktueller Bebauung entsteht das Gebiet Breilbusch, Foto: Theo Heitbaum

Das bisherige Interesse wird etwa fünf Mal so groß wie das Angebot: Auf etwas 250 Interessenten bezifferte Fachbereichsleiter Klaus van Roje die Liste der Kaufwilligen eines Grundstücks im neuen Baugebiet „Breilbusch“. Aktuell gingen ein bis zwei Bewerbungen am Tag in der Verwaltung ein. 48 Grundstücke stehen hier zum Verkauf bereit. Die erste Vergaberunde berücksichtigt alle Eingaben bis zum 15. September. Dann werden die Interessenten nach der Ascheberger Punkteliste sortiert und die Punktbesten ins Rathaus eingeladen. Sie dürfen ein Grundstück auswählen.

40 Punkte gibt es für Bewerber, die in der Gemeinde ihren Hauptwohnsitz haben. Zusatzpunkte gibt es für Kinder. Pluspunkte sammeln auch Menschen, die in der Gemeinde Ascheberg arbeiten. Darüber hinaus punkten Menschen, die im Bereich des Hilfs- und Rettungsdienstes sowie im caritativen Bereich engagiert sind.

Van Roje machte auch den Preis öffentlich, der vom Haupt- und Finanzausschuss im Juni festgelegt worden war. Im gesamten Bereich – dieses Mal wurde auf das Bilden von Zonen verzichtet – werden 199 Euro für den Quadratmeter fällig. „Damit liegen wir immer noch unter Preisen, die in der Nachbarschaft genommen werden“, informierte der Verwaltungsmann. Die Grundstücke sind mehrheitlich um die 500 Quadratmeter plus/minus 40 Quadratmeter groß, in Randbereichen sind einige wenige größere Angebote zu finden.

Wichtig für Interessenten: Der Vertrag über das Erschließen der Flächen ist gerade unterzeichnet worden. Mit den Arbeiten soll in der 38. Kalenderwoche begonnen werden. Ab 14. September werden also Regen- und Abwasserkanäle sowie Wasser- und Stromleitungen verlegt. Anschließend werden die Baustraßen erstellt. Tiefbau-Ingenieur Christian Scheipers rechnet damit, dass diese Arbeiten im späten Frühjahr 2021 beendet sind und die Häuslebauer dann starten können. Zuletzt dauerte es im nahen Baugebiet Königsallee nicht lange, bis nach dem Startschuss die meisten Häuser schon gebaut waren.

Der Fachausschuss klärte jetzt auch, wie die Erschließungsstraßen in dem Baugebiet heißen werden und zwar wie der Bebauungsplan: Breilbusch. Dem von der Verwaltung favorisierten Namen hatte auch der Heimatverein Ascheberg begrüßt.

Angesichts der Überhangs der Nachfrage nach Grundstücken, stellt sich die Frage, wann und wie es mit Baugebieten in der Gemeinde Ascheberg weitergeht. Als nächstes Areal steht der Bebauungsplan „Bahnhofsgärten“ auf der Agenda. Das Verfahren ist aktuell auf dem Stand „Aufstellungsbeschluss“. Die Gemeinde, so Gesche Ahmann aus dem Bauamt, wolle noch in diesem Jahr den nächsten Schritt gehen. Das wäre dann die Offenlag der Planunterlagen.

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