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Gemeinde Ascheberg findet Träger

Jugendhilfe Werne baut Offene Ganztagsschule auf

Ascheberg

Die Jugendhilfe Werne wird nach Übernahme der offenen Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit und der Trägerschaft von zwei Kindergärten auch die Offene Ganztagsschule in der Gemeinde Ascheberg einrichten.

Theo Heitbaum

Sabine Küter machte deutlich, warum Marienschule Herbern und Lambertusschule Ascheberg sich für die Jugendhilfe Werne als Träger des Offenen Ganztags entschieden haben. Foto: iss

Die Jugendhilfe Werne wird nach Übernahme der offenen Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit und der Trägerschaft von zwei Kindergärten auch die Offene Ganztagsschule in der Gemeinde Ascheberg einrichten. Das entschied der Gemeinderat am Dienstag in öffentlicher Sitzung einstimmig. „Es gibt einstimmige Beschlüsse der Schulkonferenzen für eine Offene Ganztagsschule. Die bisherigen Elternvereine haben uns gebeten, sie auf den Weg zu bringen. Alle vier Trägerkandidaten haben gezeigt, dass sie OGS können“, blickte Bürgermeister Thomas Stohldreier kurz zurück. Das Angebot der Jugendhilfe Werne sei für Ascheberg maßgeschneidert.

Lösung für Ascheberg, Davensberg und Herbern

Sabine Küter, Leiterin der Marienschule Herbern, berichtete für die beiden gemeindlichen Grundschulen, dass man schon lange über das Einrichten der Offenen Ganztagsschule gesprochen habe: „Es gab einen intensiven Austausch, wie OGS gestaltet werden soll. Die Lambertusschule und wir haben ähnliche Vorstellungen.“ Eingeflossen seien die bisherige ÜBM-Arbeit und die Meinung der Kollegien. Dazu habe man sich Input von außen geholt und einen Kriterienkatalog entwickelt. Beim Bewerten der vier Kandidaten sei eindeutig die Jugendhilfe Werne als Favorit ausgewählt worden. Das teiloffene Konzept starte mit einer vertrauten Stammgruppe mit Bezugspersonen. Dann öffne sich das Geschehen nach den Interessen der Kinder. Sie und die Familien stünden im Mittelpunkt des Konzepts und würden über einen Elternrat und Kinderkonferenzen partizipieren. Der Vor- du Nachmittagsbereich werde durch gegenseitiges Hospitieren gut verzahnt sein: „Das gab es bei anderen Bewerbern nicht.“ Zusammen mit der großen Sozialraumnähe und der Offenheit für schulspezifische Belange, sei eine gemeinsames gutes Arbeiten möglich. „Das pädagogische Konzept passt zu uns. Wir erhalten eine nahtlose Bildungskette“, fasste Stohldreier die Meinung des Rates zusammen. Das teiloffene Konzept sei überzeugend, ein Miteinander beim Einrichten und Weiterentwickeln sei wichtig. Als erste Schritte kündigte Stohldreier an, die Eltern zeitnah zu informieren und mitzunehmen.

Elternbeiträge sind umstritten

Angesichts der offenen Kostenfrage enthielt sich die FDP bei der Abstimmung. Beim Festlegen einer Satzung für die Offene Ganztagsschule lag ein Kompromissvorschlag für die Elternbeiträge auf dem Tisch, mit dem insbesondere untere Einkommensschichten entlastet werden sollten. Der SPD reichte das nicht aus, sie schlug vor, die Beitragspflicht bis zu einem Einkommen von 24 000 Euro auf null zu setzen. Soweit wollte eine Mehrheit zum Start nicht gehen. Vereinbart wurde aber, dass die Eltern befragt werden sollen. Auch jene, die ihre Kinder nicht anmelden werden. Denn Elternbeiträge sollen kein Grund werden, ein Kind nicht zur OGS anzumelden. Wie, so Stohldreier, das bisher gewesen sei: „Frau Eissa von der ÜBM hat uns gesagt, es gibt kein Kind, dass sie wegen finanzieller Dinge nicht aufnehmen.“

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