Herbstübung der Jugendfeuerwehr Ascheberg

Junge Einsatzkräfte meistern ihre Aufgaben

Ascheberg

Die Jugendfeuerwehr Ascheberg stellte sich bei ihrer Herbstübung zwei herausfordernden Aufgaben: Die Nachwuchs-Blauröcke hatten den Brand einer Lagerhalle und einen Autounfall als Szenarien zu bewältigen. Als Resümee gab es Lob von der Übungsleitung.

Isabel Schütte

Die Befreiung von Unfallopfern aus einem Auto und der Brand in einer Lagerhalle halten die Jugendfeuerwehr auf Trab. Foto: iss

Vier Fahrzeuge der freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde rollten am Samstagnachmittag mit Blaulicht und Sirenengeheul zum Betriebsgelände des Ascheberger Bauhofes. Anlässlich der Herbstübung der Jugendfeuerwehr wurden zwei detaillierte Übungsszenarien nachgestellt.

Resümee der Übungsleitung um Dominik Koch

„Wir haben einen Brand in der Lagerhalle und einen Verkehrsunfall mit zwei eingeklemmten Personen“, schilderte Julia Werner von der Jugendfeuerwehr. Gemeinsam mit Übungsleiter Nigel Thomas wurden die beiden Szenarien ausgearbeitet bis zum Schluss „geheim“ gehalten. Lediglich einige wenige Verantwortliche hatten Kenntnis über den Inhalt, wie Werner betonte. Niemand der aktiv Beteiligten sollte im Vorfeld die Inhalte der Übung kennen, alles sollte so realistisch wie möglich abgearbeitet werden.

21 Nachwuchs-Blauröcke, unterstützt von Vertretern der freiwilligen Feuerwehr und Helfern des DRK versuchten zunächst, sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. In der brennenden Lagerhalle befanden sich noch Personen und im Außenbereich war ein PKW unter einen LKW gefahren. Zwei Personen waren eingeklemmt.

Mit Konzentration und Routine ans Werk

Routiniert wurden alle Punkte der Übung abgearbeitet. Julia Werner kommentierte die einzelnen Schritte um den Zuschauern einen Einblick über die vielseitigen Aufgaben der Feuerwehr zu geben. „Die Ärzte und Sanitäter haben den Plan – wir führen ihn aus“, sagte Werner, während die Personen aus dem eingeklemmten Auto befreit wurden. Lea Gossheger von der Jugendfeuerwehr kümmerte sich um „Beifahrerin“ Sarah Broska während ein anderes Team mit der Rettungsschere „Unfallfahrer“ Daniel Hegemann aus dem Auto befreite. Auch der 13-jährige Jan-Erik Raters behielt einen klaren Kopf und setzte perfekt Theorie in die Praxis um. Die Vorbereitung für den Einsatz der Rettungsschere, die Stabilisierung des Unfallfahrzeugs wie auch Umsetzung von Erste Hilfe lagen in seinem Aufgabenbereich.

Übung mit realistischer Note

Die Personenrettung in der brennenden Lagerhalle verlief bei der Übungseinheit ebenfalls erfolgreich. Nach der Erstversorgung kamen dann die Helfer des DRK zum Einsatz. Notfalldarstellerin Svenja Meyer-Weitkamp hatte im Vorfeld einen guten Job erledigt. Die Unfallopfer litten unter Verbrennungen, offenen Knochenbrüchen und klaffenden Wunden. Dieses „Horrorbild“ hatte Meyer-Weitkamp originalgetreu mit Theaterfarbe, Kunstblut auf Armen, Beinen, Brust und am Kopf der Opfer modelliert. Simon Hitzges ist erst dieses Jahr in die Jugendfeuerwehr eingetreten, für ihn war die Herbstübung eine Premiere. „Wir haben alle gut zusammengearbeitet und konnten das Gelernte gut umsetzen“, sagte Hitzges. Die Verantwortlichen rund um Gruppenführer Dominik Koch waren sehr zufrieden mit den Nachwuchskräften. „Es hat alles gut geklappt“, war der einhellige Tenor.

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