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Nachwuchs in der Emmerbachaue

Junge Störche werden so langsam flügge

Davensberg

Die jungen Störche in der Emmerbachaue werden langsam flügge. Michael Tillmann von der Landesarbeitsgemeinschaft Weißstorch NRW hat die Tiere stets im Blick.

-acf-

Im Mai waren die jungen Störche noch winzigklein. Denn der Nachwuchs schlüpfte in diesem Jahr relativ spät, weiß Michael Tillmann.Die Flügel werden mittlerweile immer häufiger gestreckt und auf ihre Flugfähigkeit geprüft. Foto: Norbert Wünnemannhbm

Soeben waren sie noch klein – und nun dauert es maximal noch zwei Wochen, bis der diesjährige Storchennachwuchs in dem Horst nahe der Aussichtsplattform in der Davert flügge wird.

Zumindest, wenn es nach den Einschätzungen von Michael Tillmann geht. Der Experte von der Landesarbeitsgemeinschaft Weißstorch NRW beobachtet die Störche in der Emmerbachaue seitdem dort vor rund sechs Jahren das erste Pärchen auftauchte. Den ersten Nachwuchs in der Emmerbachaue gab es dann im Jahr 2017.

Seitdem hat der Storchen-Experte, der eng mit der Nabu-Naturschutzstation Münsterland zusammenarbeitet, die Vögel in der Davert stets im Blick und reist den Tieren auch bis in die Brutgebiete an der Elbe hinterher.

„In diesem Jahr haben es die Elterntiere in der Emmer­bachaue geschafft, beide Jungtiere erfolgreich großzuziehen“, weiß Tillmann, der die jungen Störche noch vor wenigen Tagen durchs Fernglas in Augenschein genommen hat.

Bei seinen Beobachtungen von der Aussichtsplattform aus leisten ihm oft passionierte Hobby-Fotografen wie Norbert Wünnemann Gesellschaft. „Gemeinsam mit ihm und dem Teleobjektiv seiner Kamera ist mir vor einiger Zeit auch etwas fast Unmögliches geglückt“, erinnert sich Tillmann. „Wünnemann hat es geschafft, die Beringung am Bein eines Storches so detailgenau zu fotografieren, sodass ich seine Herkunft ermitteln konnte“, erklärt er. Auf diese Weise fand er heraus, dass einer der Davert-Störche 2015 in Rietberg im Kreis Gütersloh aufgewachsen ist.

Obwohl die beiden Storchennester bereits im Jahr 2013 in der Emmerbachaue errichtet wurden, ist eines davon immer noch unbelegt. „Störche sind da echt sehr wählerisch, das können sich selbst die Experten manchmal nicht erklären, nach welchen Kriterien sie sich den Horst auswählen“, schilder Tillmann. Somit siedelt sich jedes Jahr immer nur ein Pärchen in der Emmerbachaue an.

Mit ihren zwei Jungen liegen sie in diesem Jahr auch im kreisweiten Durchschnitt. Drei bis vier Jungtiere seien eher eine Seltenheit und kämen nur in extrem guten Jahren vor, wenn es auch eine große Anzahl von Mäusen gibt. „Diese sind die Hauptnahrungsquelle der Störche, nachdem die Jungen zunächst mit Regenwürmern gefüttert wurden“, weiß der Storchen-Experte.

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