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Generalversammlung des Hegerings Ascheberg

Jungtiere vor Mäh-Tod gerettet

Ascheberg

Die Luftrettung von Jungtieren per Drohne ist im Hegering Ascheberg erfolgreich angelaufen. Insgesamt 48 Kitze konnten vor dem Mäh-Tod bewahrt werden. Nun werden weitere Piloten gesucht. Langfristig soll eine zweite Drohne angeschafft werden.

Von Luca Wobbe

Die Vorstandsmitglieder Carmen Irmen, Jens Tapper und Eva Raters (v.l.) sowie Michael Grube (2.v.r.) ehrten gemeinsam mit Hegeringleiter Claus Zobel (r.) die Jubilare Reinhard Schulte-Tendrick (4.v.l), Werner Wiehe (5.v.l.) und Hermann Grube (Senior). Foto: Luca Wobbe

Sitzungen per Zoom oder Teams, geschlossener Schießstand und Einzeljagd: Auch der Hegering Ascheberg sehnt das Ende der Corona-Pandemie herbei. Nun freut es die Mitglieder umso mehr, dass sie sich mittlerweile zumindest wieder live sehen dürfen. So geschehen bei der Generalversammlung, zu der Hegeringleiter Claus Zobel die Mitglieder jetzt in der Gaststätte Brüggemann begrüßte.

Obwohl etliche Vorhaben nicht durchgeführt werden konnten, stand dennoch ein erfolgreiches Projekt im Fokus der Versammlung: die Kitzrettung per Drohne. Um die Jungtiere vor dem Schneiden der Felder zu schützen, hat der Hegering mithilfe von Förderungsmitteln eine Drohne angeschafft. Zwischen Ende April bis Mitte Juni konnten in der Großgemeinde Ascheberg und aushilfsweise auch in Lüdinghausen, Nordkirchen und Senden auf circa 300 Hektar Fläche 48 Kitze, vier Junghasen und drei Fasanengelege mit 35 Eiern gerettet werden.

Max Schrooten, einer von mittlerweile zwölf Drohnen-Piloten, berichtete, dass noch weitere Piloten gesucht werden, da das Überfliegen und das folgende Einsammeln der Jungtiere – trotz großer Freude an der Arbeit – auch viel Zeit in Anspruch nehme. Zudem, merkte Schrooten lächelnd an, müsse nach dem Erwerb des Führerscheins auch noch eine gewisse Flugerfahrung gesammelt werden. Das Piloten-Team hat sich immer bei Theo Wismann getroffen, bei dem die Drohne parkt, und der zur Verfügung steht, wenn vor dem Schneiden ein Feld abgesucht werden soll. Im kommenden Jahr möchte der Hegering bessere Akkus für Drohne und Fernbedienung anschaffen. Langfristig soll eine zweite Drohne hinzukommen.

Der Rückblick auf die beiden durch die Corona-Pandemie getrübten Jahr fiel insgesamt recht durchwachsen aus: Die Fuchsbejagung fand 2020 als revierübergreifende Jagd statt, die Hubertusmesse fiel aus, der Ansitz auf Raubwild im November fand coronakonform wie die Taubentage im Januar als „gleichzeitige Einzeljagd“ statt. Auch die für März 2021 vorgesehene Generalversammlung musste abgesagt werden. Die Jahresberichte konnten den Mitgliedern lediglich per E-Mail zugesandt werden. Geschossen wurde im vergangenen Jahr nur im kleinen Rahmen – zwischen Mai und Oktober. Im Juni dieses Jahres ging es dann wieder los. Das Preisschießen am 14. September 2020 markierte das erste Turnier. Die Jagdhornbläser machten ebenfalls bis zum Sommer 2021 Pause.

Auch Ehrungen standen bei der Generalversammlung auf der Tagesordnung: Reinhard Schulte-Tendrick wurde für 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Werner Wiehe hält dem Hegering Ascheberg seit 50 Jahren die Treue, Hermann Grube (Senior) ist seit 40 Jahren dabei.

Zum Abschluss der Veranstaltung stellte sich Hans-Peter Nöcker von der Kreisjägerschaft Coesfeld deb Anwesenden vor und informierte über Unfallprävention im Straßenverkehr und weitere Themen.

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