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Aktion zum Welttag für menschenwürdige Arbeit

KAB entfacht Feuer der Solidarität

Ascheberg

Mit Fürbitten und einer Info-Aktion vor der St. Lambertus-Kirche hat sich die KAB Ascheberg am Welttag für menschenwürdige Arbeit engagiert. Aktuell setzt sich der Verband unter anderem für einen Mindestlohn von 13,69 Euro ein, aber auch für das Recht auf Wahrung der Persönlichkeit am Arbeitsplatz.

Tina Nitsche

Die KAB Ascheberg beteiligte sich am jährlichen Welttag für menschenwürdige Arbeit und machte am Mittwochabend deutlich, warum das ein so wichtiges Thema ist. Foto: Tina Nitsche

Der Wind heulte rund um die St. Lambertus-Kirche. Die Flammen in der kleinen Feuerschale drängten alle in eine Richtung. Das Wetter symbolisierte am Mittwochabend: Wir leben in stürmischen Zeiten. Und genau deshalb war es der KAB Ascheberg wichtig, sich anlässlich des Welttags für menschenwürdige Arbeit eben dort zu versammeln und darauf aufmerksam zu machen, was genau unter menschenwürdiger Arbeit zu verstehen ist.

Elisabeth Hönig, Teamsprecherin der KAB Ascheberg, begrüßte neben den Mitgliedern auch Präses Tobias Kettrup. „Wir sind nicht die ersten die beten, viele haben sich heute Zeit genommen, um sich genau mit diesem Thema auseinanderzusetzen“, machte Hönig deutlich. Denn gerade in diesem Jahr rückt das Thema Arbeit einmal mehr in den Vordergrund. Corona hat auch hier einiges verändert. Die Kurzarbeit hat in vielen Branchen Einzug gehalten. Andere Bereiche hingegen, die als systemrelevant gelten, wie beispielsweise die Menschen in den Pflegeberufen, liefen arbeitstechnisch am Limit. „Da reicht es nicht zu klatschen oder Applaus zu spenden“, betonte Elisabeth Hönig und machte klar, was vor allem zu menschenwürdiger Arbeit gehört: „Das Recht auf eine gerechte Vergütung. Und da ist der Mindestlohn ein ganz großes Thema.“ Aktuell setzt sich die KAB für einen Mindestlohn von 13,69 Euro ein. Dazu ist auch eine Online-Petition initiiert worden.

Was noch alles zur menschenwürdigen Arbeit zählt, machte die kleine Gruppe in Form von Fürbitten deutlich. Sie beteten nicht nur für eine gerechte Entlohnung, sondern auch für das Recht auf Ruhe, das Recht auf Wahrung der Persönlichkeit am Arbeitsplatz oder das Recht auf Mutterschutz. In Deutschland ist der Mutterschutz zwar geregelt, aber das ist längst nicht überall auf der Welt der Fall. Auch mit dem Versammlungs- und Vereinigungsrecht ist das so eine Sache. Nach Ansicht des Weltnotwerks der KAB, darf Arbeitnehmern das Recht auf betriebliche Mitbestimmung und solidarische Organisationen nicht vorenthalten werden. Ein weiterer wichtiger Punkt, der zur menschenwürdigen Arbeit zählt, ist aus Sicht der KAB das Recht auf Ruhestandsgeld und Versicherung im Alter sowie eine Vorsorge für den Fall der Arbeitslosigkeit. Die Liste ist lang. Aber gerade in stürmischen Zeiten wie diesen ist das Thema menschenwürdige Arbeit enorm wichtig. „Das zeigen aktuell die Beispiele an den Schlachthöfen besonders deutlich“, so Elisabeth Hönig.

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