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Lernort Natur

Kinder nehmen Krabbeltiere unter die Lupe

Davensberg

Wie viele Beine hat eine Spinne, wie viele Beine hat ein Käfer? Die Erstklässler der Lambertusschule in Davensberg wissen die Antwort.

Theo Heitbaum

Krabbelt da was? In Mutter Natur machten sich die Erstklässler aus Davensberg mit Waldpädagogin Carmen Irmen aus die Suche nach Krabbeltieren. Foto: hbm

Wie viele Beine hat eine Spinne, wie viele Beine hat ein Käfer? Die Erstklässler der Lambertusschule in Davensberg wissen die Antwort. Nicht, weil ihnen eine Lehrerin das Wissen aus einem Buch präsentiert hat. Die Kinder waren mit Carmen Irmen im „Grünen Klassenzimmer“. In Mutter Natur fahndeten die Mädchen und Jungen mit der zertifizierten Waldpädagogin selbst nach den kleinen Tierchen und dem, was sonst noch so alles unter ihren Füßen krabbelte.

Im Wald hinter dem Wiedau ist der Boden kreisförmig vom Laub befreit. Hier haben die Schüler ihren „Adlerhorst“, erfahren sie von Carmen Irmen, was zu tun ist. Die Ausgangsfrage ihres Waldaufenthaltes dreht sich ums Laub. Jahr für Jahr fallen Blätter von den Bäumen, aber das Laub in den Wälder wird nicht mehr und die Wege bleiben nicht voll davon. Von dort aus geht es weiter zum Boden, der unterschiedlich ist. Wie fühlt er sich an? Wie sieht er aus? Lebt der Boden? Das sind Fragen, denen die Kinder später auf den Grund gehen. Mit Pinsel und Lupenglas geht es in Zweiergruppen in den Wald. Schnell finden sich Blätter, die von Tierchen zerfressen wurden, die ganz oder teilweise nur noch als Gerippe aus dem Laub gezogen werden. Irgendwer da unten muss Hunger haben. Schnell finden sich Regenwürmer und andere Krabbeltiere. Unter der Lupe geht es zuerst an Zählen der Beine. Die Spinne hat acht davon, Käfer sechs. Insektenkunde zum Anfassen und Lupengläser, die im Adlerhorst eine Runde drehen. Da kreisen Asseln genauso wie Würmer und die Runde ist gespannt, was bei der Suche so alles ans Tageslicht befördert worden ist. Anschließend werden die kleinen Waldbewohner wieder frei gelassen. Nach anderthalb Stunden hat sich jede Menge Wissen angesammelt. Wer einmal in Mutter Natur den lebenden Waldboden erlebt hat, vergisst das so schnell nicht. Wegen des mäßigen Wetters wurde der Besuch der Zweitklässler im Wald auf die Zeit nach den Osterferien vertagt.

Durch das Engagement von Carmen Irmen, die für den Hegering Ascheberg aktiv ist, lernen Davensberger Kinder einiges im Grünen Klassenzimmer, das sie zum ersten Mal schon als Kindergartenkinder erleben. Sie besuchen dann den Walnussgarten von Irmen. Höhepunkt sind die Waldjugendspiele im Herbst.

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