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Probenarbeit läuft wieder

Kirchenchor stimmt sich auf große Jubiläen ein

Ascheberg

Es war wie eine Trainingspause, doch jetzt wird wieder geprobt beim Kirchenchor St. Lambertus. Und der peilt die musikalische Gestaltung gleich mehrerer Jubiläen an.

Von Tina Nitsche

Nach einem Jahr Pause probt der Kirchenchor wieder freitags. Chorleiterin Andrea Thül-Reddig (v.l.), Kirchenchor-Vorstandsmitglied Silke Trahe und die Vorsitzende des Kirchenchors Susanne Schmitt-Buffi hatten nach der ersten Probe einiges zu erzählen. Foto: Tina Nitsche

Können Stimmen einrosten? „Nein, können sie nicht, auch wenn es sich bei einigen vielleicht so angefühlt hat“, sagt Andrea Thül-Reddig, Chorleiterin des Kirchenchors St. Lambertus. Bei der ersten Probe nach einem Jahr Pause haben die Chormitglieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass ihre Stimmen nicht eingerostet sind. „Man muss es vielleicht so sehen, das war jetzt wie eine längere Trainingspause. Aber manche Dinge wie beispielsweise das Fahrradfahren verlernt man nie“, zieht Vorstandsmitglied Silke Trahe einen Vergleich. Susanne Schmitt-Buffi, Vorsitzende des Kirchenchors, ergänzt: „Einige Stimmen haben sich sogar erholt.“

Einig sind sich alle drei: „Es tat mal wieder richtig gut, alle live und in Farbe zu sehen.“ Besonders wichtig sei das auch für die älteren Chormitglieder, denen in der Pandemie die soziale Komponente und vor allem dieser feste Termin am Freitag im Kalender gefehlt habe. Die Chorleiterin hat zwar versucht, mit Motivationsübungen per Video gegenzusteuern, „Videochorproben gab es jedoch nicht“, sagt sie. Es existierte lediglich eine kleine Notfallgruppe. Für die festlichen Anlässe in der Kirche wie Weihnachten und Ostern. „Da haben wir dann mit sechs bis sieben Chormitgliedern gesungen. Aber das ist nicht das gleiche. Und wir haben unsere große Chorfamilie vermisst“, gibt Silke Trahe zu.

Mit den regelmäßigen Proben am Freitag ist jetzt wieder ein Stück Normalität ins Chorleben zurückgekehrt. „Schließlich stehen ab kommenden Jahr gleich drei Jubiläen an“, so Thül-Reddig. Susanne Schmitt-Buffi ergänzt: „100 Jahre Pfarrheim, 1000 Jahre Erwähnung des Kirchenspiels Lambertus und 500 Jahre Kirche.“ Für all das wollen die Chormitglieder gerüstet sein. Geprobt wird nicht mehr im Pfarrheim, sondern in der St.-Lambertus-Kirche. Denn das Pfarrheim wird ab Mitte Oktober umgebaut. „In der Kirche ist genug Platz und wir können die jeweils aktuell gültigen Hygieneregeln für Chorproben problemlos einhalten“, so Trahe. Chorleiterin Thül-Reddig schiebt hinterher: „Selbst, wenn es im Winter nicht so warm ist, dagegen können wir uns anziehen.“

Hat die Corona-Pandemie Auswirkungen gehabt? „Mitgliedertechnisch Gott sei Dank nicht, wir konnten sogar ein neues Chormitglied begrüßen“, freut sich Thül-Reddig. Auch die Sorge beim Kinder- und Jugendchor war unbegründet. „Da hatten wir echt Bedenken, dass angesichts der langen Pause viele nicht wiederkommen, aber wir wurden eines Besseren belehrt.“

Neue Chormitglieder sind immer willkommen. Wer Chorluft schnuppern möchte, kann freitagabends um 19.30 Uhr – unter Beachtung der 3-G-Regel – zur Kirche kommen und der Chorprobe bewohnen.

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