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Fachleute prüfen Wirtschaftlichkeit

Klarheit für die Kläranlagen

Ascheberg

In den 1980er Jahren wurde die Kläranlage Davensberg abgeschaltet. Droht dem Herberner Neubau aus jener Zeit nun das gleiche Schicksal?

Theo Heitbaum

Die Herberner Kläranlage am Immelbrink ist in die Jahre gekommen. Der Rat erhält nun Informationen darüber, ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, sie zu ertüchtigen. Alternativ müsste das Schmutzwasser nach Ascheberg gepumpt werden. Die Ascheberger Kläranlage könnte auch das Herberner Schmutzwasser klären. Foto: hbm

Die Kläranlage in Davensberg ist nur noch eine Fußnote in der Geschichte der Gemeinde Ascheberg. Sie wurde in den 1980er Jahren aus wirtschaftlichen Gründen aus dem Betrieb genommen. Ein ähnliche Frage stellt sich jetzt für die Herberner Anlage am Immelbrink. In der nächsten Woche wird dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss vom Ingenieurbüro Rummler und Hartmann aus Havixbeck eine Studie vorgestellt. Sie zeigt auf, ob und wie es mit der Kläranlage Herbern weitergehen soll.

In Herbern ist zuletzt in den Jahren 1982 bis 1984 im großen Stil gebaut worden. Damals wurde die alte Kläranlage an der Ondruper Straße aufgegeben und eine neue Mischwasserkläranlage am Immelbrink gebaut. Deswegen sind der überwiegende Teil der Maschinen- und Elektrotechnik abgeschrieben. Bei der Bautechnik läuft dieser Vorgang noch ein, zwei Jahre. Zu berücksichtigen ist ein weiteres Datum: Von der Anlage aus darf die Gemeinde noch bis zum 30. Juni 2022 einleiten. Bis dahin ist auch der Betrieb genehmigt. Die Verwaltung spricht in ihrer Vorlage von umfangreichen Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, um die Anlage so zu ertüchtigen, dass neue Erlaubnisse erteilt werden. Zudem sei die energetische Bilanz der Anlage mehr als schlecht. Der Energieverbrauch zwinge zu hohen Investitionen, wenn er auf ein angemessenes Maß reduziert werden solle.

Die Aschenberger Kläranlage. Foto: hbm

Zwei Varianten wurden untersucht. Wenn, Möglichkeit eins, die Kläranlage in Herbern ertüchtigt und weiter betrieben wird, muss zwingend die komplette Belüftungstechnik und das Sandfanggebläse erneuert werden. Die Betonbauwerke sind zu sanieren. Die Schalt- und Steuerungsanlage und die mechanische Reinigungsstufe sind zu erneuern. Eine Filteranlage muss gebaut werden.

Das zweite Szenario sieht einen Teilrückbau der Kläranlage Herbern und das Überleiten des Abwassers zur Kläranlage Ascheberg vor. Dafür muss in Herbern ein Pumpwerk erstellt werden. Es ist eine Druckrohrleitung von Herbern nach Ascheberg zu schaffen. Zudem muss die Ascheberger Anlage auf das Reinigen des Herberner Schmutzwassers vorbereitet werden.

Beide Varianten müssen in Rechnungsmodelle überführt werden, an denen zu sehen ist, wie sich die Maßnahmen auf die Schmutz- und Niederschlagsgebühr auswirken. Nach WN-Informationen verspricht die zweite Variante am Ende die höhere Wirtschaftlichkeit.

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